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  1. #1

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    Meldung an die BG Bau

    Werte Forenkollegen,

    wie viele andere Eigenheimbauer haben wir auch das Schreiben der BG zur Meldung von etwaigen Bauhelfern bekommen.
    Über das Für und wieder dieser Sache kann man sicher trefflich streiten.
    Mir geht es aber um evt. Nachteile , die diese Meldung für die helfer bringen könnte. Alle sind berufsttätig.
    Ergibt sich aus der Meldung irgendwelche Diskrepanzen mit Schwarzarbeit,Finanzamt,Arbeitgebern etc

    Vielen Dank!
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  2. Meldung an die BG Bau

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Daniel S Beitrag anzeigen
    Ergibt sich aus der Meldung irgendwelche Diskrepanzen mit Schwarzarbeit,Finanzamt,Arbeitgebern etc

    Diesen Satz müsste man erst einmal verstehen können. Was hat das mit Diskrepanzen, mit Schwarzarbeit, Finanzamt, Arbeitgebern zu tun?

    1. Du hattest Bauhelfer. -> OK
    2. Diese haben Dir in ihrer Freizeit beim Bauen geholfen -> OK
    3. Die Hilfe war für Dich kostenfrei -> OK
    4. Du hast den Bauhelfern ein kleines Geschenk gemacht -> OK
    5. oder Du hast Sie bezahlt, dann geben die Helfer diese Einkünfte sicherlich in ihrer Steuererklärung an -> OK

    Ich wüsste jetzt nicht warum es hier Probleme geben sollte. Bei 5. ist halt der Umfang der Arbeiten und die Höhe der Entlohnung entscheidend. Da kann man schnell in eine Falle tappen und ist dann als Bauherr plötzlich "Bauunternehmer" mit allen Pflichten.

    Wenn Dir ein Freund an einem Samstag (für ihn arbeitsfreier Tag) auf der Baustelle hilft, ohne dass ein Lohn vereinbart war, und Du drückst ihm Abends 10,- € für Zigaretten in die Hand, dann interessiert das weder den Arbeitgeber, noch den Zoll, und schon garnicht das Finanzamt. Ist der Freund bei der BG gemeldet, dann gibt es auch von dieser Seite keine Probleme.

    Bei der BG gibt es umfangreiche Merkblätter die man lesen sollte bevor man Freunde, Verwandte, Nachbarn auf der Baustelle als "Bauhelfer" beschäftigt. Wenn alles mit rechten Dingen zuging, dann kann man Abends beruhigt schlafen.
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  4. #3
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    Erstmal vielen Dank für die Antwort. meine Befürchtungen waren, dass ,ob der namentlichen Meldung meine Helfern ,seitens der BG oder eben Zoll/Finanzamt weitere bürokratische Schreiben zugehen, oder ob sich dies alles über meine Person abwickelt.
    Somit dürfte für keinen Helfer ein sagen wir mal Nachteil entstehen, wenn ich Sie ordnungsgemäß anmelde, Tagebuch führe etc.
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  5. #4

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    Naja kommt drauf an ob BG Bau die Daten weiter gibt und ob BG Bau interessiert ist Schwarzarbeit zu bekämpfen. Wenn z.B. einer deiner Helfer regelmässig auf so eine Liste auftaucht, weil er hier und da immer wieder arbeitet. Dann kann ich mir schon vorstellen, dass irgendwann näher überprüft wird.
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  6. #5
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    Genau da waren eben meine Gedanken, ob andere Institutionen Zugriff haben auf diese Daten, oder ob es rein für die BG interessant ist
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Daniel S Beitrag anzeigen
    Somit dürfte für keinen Helfer ein sagen wir mal Nachteil entstehen, wenn ich Sie ordnungsgemäß anmelde, Tagebuch führe etc.
    Ob, wo, wie, irgendwelche Daten miteinander verknüpft werden, das kann niemand sagen. Das wissen selbst diejenigen nicht die solche Daten sammeln und verteilen. Sicherlich efolgt im Rahmen der Amtshilfe zwischen einzelnen Behörden ein Datenaustausch, aber vollautomatisch geht da gar nichts. Selbst bei der Strafverfolgung tun die sich schwer die verteilt über Deutschland (und Behörden) vorhandenen Daten zu koordinieren, zumal ja auch Datenschutz ein Thema ist. Nebenbei bemerkt ist die BG ja keine Behörde.

    Wenn Du Deine Helfer ordnungsgemäß anmeldest hast Du nichts zu befürchten, und auch Deine Helfer bekommen keine Probleme.
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  8. #7

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    Hi,

    wichtig wäre ALLE Hellfer zu melden um für jeden den Versicherungsschutz für den Ernstfall zu sichern. Bzgl. der geleisteten Stunden sollte anhand des Bautagebuchs schon ein plausibles Ergebnis rauskommen. Wenn man zu viel Hilfe auf die "eigene Kappe" nimmt um zu sparen kommt man ggf. auf 48h Tage für sich selbst. Da hast du dann eine Prüfung der BG und ggf. Nachforderungen an der Backe.

    Schwarzarbeit wird die Hilfe nur, wenn es nachweislich Geld oder teure Geschenke gibt. Wenn deine Helfer ihre Freizeit mit "Bauen ist Geil" verbringen wollen, dürfen sie das natürlich. Mein Bruder war immer ganz aus dem Häuschen wenn es was zum Baggern gab. Bagger+genug Diesel und der war glücklich.

    Ciao Christian
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  9. #8

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    Zitat Zitat von grubash Beitrag anzeigen
    Hi,

    wichtig wäre ALLE Hellfer zu melden um für jeden den Versicherungsschutz für den Ernstfall zu sichern. Bzgl. der geleisteten Stunden sollte anhand des Bautagebuchs schon ein plausibles Ergebnis rauskommen. Wenn man zu viel Hilfe auf die "eigene Kappe" nimmt um zu sparen kommt man ggf. auf 48h Tage.

    Ciao Christian
    Ein wichtiger Punkt. Die BG rechnet grob hoch wieviele Facharbeiterstunden für den Hausbau nötig sind, bei viel "Laienarbeit" gibt es darauf noch einen Zuschlag. Passen die gemeldeten Stunden nicht, dann wird man sich fragen, wer die Arbeit wann gemacht hat. So ein Haus hat schnell mal den "Gegenwert" von 5.000 Laien(arbeits)stunden. Wurde davon ein Drittel in Eigenleistung gemacht, dann geht das ruckzuck in Richtung 2.000h. Das ist mehr als ein Angestellter pro Jahr bei seinem Arbeitgegber arbeitet. Da könnte man schnell in Erklärungsnot kommen wenn das Haus nach 1 Jahr fertig ist und man als Bauherr ja auch noch seinem normalen Beruf nachgegangen ist.
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  10. #9
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    das stimmt natürlich. Der Stundenumfang sollte selbstverständlich im verhältnissmässigen Rahmen vonstatten gehen. In unserem Fall dürfte es sicher irgendwo bei 300-400h landen inkl Bauherrenstunden.
    Bei den helfern ist es ja auch, soweit ich das aus dem Merkblättern gelesen habe, unerheblich, ob diese vergütet werden oder nicht?
    Danke euch für das Feedback bisher!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Daniel S Beitrag anzeigen
    das stimmt natürlich. Der Stundenumfang sollte selbstverständlich im verhältnissmässigen Rahmen vonstatten gehen. In unserem Fall dürfte es sicher irgendwo bei 300-400h landen inkl Bauherrenstunden.
    Ich denke das ist noch gut überschaubar, und wenn es dann auch noch zu den ausgeführten Arbeiten passt, ist es auch plausibel.

    Wenn Du natürlich angibst, dass Du in 400h das komplette Haus gebaut hast......dann solltest Du deinen Job an den Nagel hängen und bei der nächsten Baufirma anheuern.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ein wichtiger Punkt. Die BG rechnet grob hoch wieviele Facharbeiterstunden für den Hausbau nötig sind, bei viel "Laienarbeit" gibt es darauf noch einen Zuschlag.
    Mir hatte ein Bauingenieur man mal in etwa gesagt, dass man die BG als Laien-Zuschlag etwa den Faktor 2-3 kalkuliert. Vor allem bei Arbeiten nach Feierabend kommt man real auch recht gut hin, da viel Zeit für Einrichten und Wegräumen im Vergleich zur reinen Arbeitszeit drauf geht. Aufgrund der "Blockwarte" rundherum war ich doch immer sehr nah an der Wahrheit drann. Bissel Schönrechnen und Vergessen geht immer mal. Aber was spart man schon bei den Stundenbeiträgen? Wenn man wirklich relevante Geldbeträge verschweigen will fält das fix auf. Das wissen die auch bei der BG.

    Ciao Christian
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  13. #12

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    Zitat Zitat von grubash Beitrag anzeigen
    Mir hatte ein Bauingenieur man mal in etwa gesagt, dass man die BG als Laien-Zuschlag etwa den Faktor 2-3 kalkuliert. Vor allem bei Arbeiten nach Feierabend kommt man real auch recht gut hin, da viel Zeit für Einrichten und Wegräumen im Vergleich zur reinen Arbeitszeit drauf geht.
    Faktor 3 kenne ich jetzt nicht, aber die BG erzählt mir auch nicht wie sie kalkuliert. Ich habe mit denen normalerweise sowieso nichts zu tun, kann also nur auf wenige Erfahrungswerte zurückgreifen.

    Das mit dem Zeitaufwand kommt mir bekannt vor. Mein Bruder hat sich einen Rohbau stellen lassen, Deckel drauf, Fenster rein, und dann den kompletten Innenausbau in Eigenleistung gemacht. Vom ersten Spatenstich bis zum Einzug sind fast 3 Jahre vergangen, und danach gab es noch mehr als genug "Kleinigkeiten" zu erledigen (Außenanlagen, Keller etc.).
    Nach der ersten Euphorie wurde die tägliche Arbeitsleistung immer weniger, und insbesondere während der dunklen Jahreszeit war die Motivation im Keller. Wenn man Abends von der Arbeit auf die Baustelle kommt fällt es nach einem 8h oder 10h Arbeitstag nicht so leicht auch noch auf der Baustelle ein paar Stunden effizient zu arbeiten. Da kann es schon passieren, dass man nach Hause fährt und hat bestenfalls ein paar Bretter von links nach rechts geräumt.

    Die Jungs von der BG sind ja auch nicht dämlich, die wissen sehr genau, was man auf einer Baustelle leisten kann und was nicht. Deswegen ist auch ein Bautagebuch so wichtig, da man sonst nichts in der Hand hat um irgendwelche Ungereimtheiten zu (er)klären. Da geht es auch nicht um 1h mehr oder weniger, das interessiert niemanden. Es kommt aber gar nicht gut wenn man behauptet, man hätte alles selbst gemacht, und dabei sieht ein Blinder, dass hierfür min. 4 oder 5 Leute notwendig waren.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Da kann es schon passieren, dass man nach Hause fährt und hat bestenfalls ein paar Bretter von links nach rechts geräumt.
    Oder doch nur auf den Dämmrollen/Malervlies ein Nickerchen gemacht hat weil man eigentlich vollkommen fertig ist.

    Ciao Christian
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Zumindest muss der Zeitfaktor mit der Anzahl halbwegs passen, da habt Ihr schon Recht.
    Letztendes finde ich haben wir ein überschaubares Pensum mit Heizung, Wasser, Elektro und Fliesen.
    Mit war nur wichtig, inwieweit meine Helfer unbehelligt bleiben, was andere Institutionen angeht.
    Vielen dank nochmal!
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  17. #15

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    Naja mit Faktor 2-3 ist falsch. wenn man Helfer von Fach nimmt. Z.b. Elektriker und Heizungsbauer. Und für diese Arbetien einsetzt, dann ist wieder die komplette Rechnung anders.
    Ich habe diese BG Bau Merkblätter nicht im Kopf, aber stand irgendwas zu Fachleuten.
    Bei dem Tagebuch würde ich persönlich auch den Beruf angeben.
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