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  1. #1

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    Dachstuhl passt nicht so richtig...

    Hallo zusammen,

    letzten Freitag war bei uns Richtfest. Alles lustig, alles gut, großer Bahnhof 70 Leute zufrieden - so weit, so gut!

    Heute gehe ich so ums Haus und gucke nach oben und stelle zu meiner Überraschung fest, das der Dachstuhl (einfaches Satteldach, 35° Neigung, 9,5m x 11m) auf der einen Seite des Hauses der Länge nach passig aufliegt, auf der anderen Seite jedoch vorne passt, auf dem Weg nach hinten dann jedoch 3,5 cm über die Seitenwand hinausragt. Er liegt gewissermaßen ein Stück "neben dem Haus" bzw. läuft aus der Flucht.

    Unser Architekt (er hatte das ganze schon beim Richten bemerkt - uns aber bisher nichts davon gesagt) sagte auf meinen Hinweis, er habe schon mit der Fassadenfirma gesprochen, die würden das eben durch beschneiden der Wanddämmung später kaschieren. Die Maurer hätten das Haus hinten ein wenig schmaler gebaut als vorne und der Zimmermann hätte das schon beim Aufbau bemerkt. Der Maurer sagte mir heute sinngemäß dasselbe, fügte aber noch hinzu, dass ein guter Zimmermann das beim Aufbau des Dachstuhls hätte ausgleichen können.

    Nun wollte ich es genau wissen und habe mal selbst nachgemessen. Ergebnis: tatsächlich passt das Maß des OG bis etwa zweidrittel der Gebäudelänge - auf den letzten 3,5 m verliert unser Haus aber tatsächlich diese 3,5 cm an Breite (gemessen auf Fußbodenhöhe, kann oben auch noch etwas mehr sein - warum auch immer, in Keller und EG passt die Breite dagegen genau.

    Was nun? Mangel? Kleinkram? Spätere negative Folgen?

    Gruß B.-Bogen
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  2. Dachstuhl passt nicht so richtig...

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    mängelanzeige an den verursacher - rohbauer - mit dem hinweis, dass zulässige toleranzen deutlich überschritten wurden. die hälfte der 35 mm wären ca. zulässig. den rohbauer forderst du zur mängelbeseitigung auf. der wird sich dazu schon äußern.

    dein architekt muss dich umgehend über solche abweichungen informieren. das abstimmen mit der fassadenfirma ist allein nicht ausreichend. dein architekt soll dir die nachteile und risiken zusammenstellen, ggf. muss der tragwerksplaner da mit eingebunden werden. dann soll dir etwas zur entscheidung empfehlen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Herzlichen Dank für deine Einschätzung Rolf, habe meine Architekten heute entsprechend daruf hingewiesen (Leider nur der AB). Bin gespannt, was der nun sagt. Mittlerweile habe ich noch einmal nachgemessen und festgestellt, dass die Wande anscheinend eher eine Schlangenlinie macht, denn in der Mitte sind es nahezu 5 cm, erst außen dann wieder 3,5 cm. Auch setzt die Schräge nicht erst auf den letzten Metern ein, sondern sofort - das habe ich heute auf dem Gerüst stehend in der Draufsicht erst erkennen können... mal sehen

    Neben unserem Dachstuhl ist da ja auch noch unser Ringanker-Problem, bei dem anscheinend keiner so recht Bescheid weiß oder sich eine Wertung zutraut. Da unser Architekt hier seiner Überwachungs bzw Informationsaufgaben nicht entsprechend nachkommt, denken wir derzeit über eine Baubegehung mit einem Sachverständigen vom Xxx nach. Kostet natürlich wieder extra für etwas, was unser Architekt eigentlich bezahlt bekommt, aber ist das erfahrungsgemäß hilfreich?

    Lieben Gruß

    B-Bogen
    Geändert von Ralf Wortmann (17.11.2015 um 18:07 Uhr) Grund: Firmenname entfernt
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Bilderbogen Beitrag anzeigen
    ..... denken wir derzeit über eine Baubegehung mit einem Sachverständigen vom .... nach. ....
    Sorry, aber
    Und ich kleb demnächst Bapperl auf Autos. Ich kann die Dinger fahren, kann 12 V Elektrik und einen KfZ-Mechaniker kenne ich auch noch!

    Sorry, aber das was wir (die SV und Architekten im BEF) von den XXX - SV zu sehen bekommen haben, war eher unterdurschnittlich.

    Wenn es Euer Architekt ist, dann hat er das nicht "zu bemerken" und auf Nachfrage, einen Pfusch mit einem anderen schönzureden.

    Maßkontrolle gehört nun mal zu seinen Aufgaben. Dekorativ über den Bau stolzieren könnt ihr auch alleine.
    Wenn er einen Mangel bemerkt, hat er im Prinzip Euch zu informieren. Nun muss man dem Bauherren vielleicht nicht jeden krummen Nagel präsentieren und manches bespricht man vorher mit dem "Schuldigen" um gleiche eine fachgerechte Lösung mitzupräsentieren, aber wenn das Mauerwerk von einer besoffenen Pyton aufgerissen wurde, dann muss der Bauherr davon Kenntnis bekommen und man muss ihm diverse Lösungen mit allen jeweiligen Folgen präsentieren.

    Andererseits hätte der Zimmerer hier nicht einfach den Dachstuhl aufschlagen dürfen, sondern hätte Euch gegenüber Bedenken anmelden müssen.

    Ein Ausgleichen einer solchen Welle ist nicht mal eben zu machen. Einfach mehr Kleber unter das WDVS geht nicht, weil die Kleber hier nur eine bestimmte Dicke nach Zulassung haben dürfen.
    Also muss der WDVSler unterschiedliche dicke Platten da haben und die noch zurechtschnitzen. Wer bezahlt das?

    Hat das Weiterungen z.B. für Anbauteile wie Vordach, Carport o.ä?
    Ist die Statik noch sichergestellt, wenn die Verankerungen so weit nach aussen kommen - ja nach Wandstärke.

    Fordere den Kollegen auf, Euch vernünftige Vorschläge zu machen, was da passieren soll, was das für Euch jeweils bedeutet, und wer das bezahlt.
    Z.B. bedeutet Mauer abreissen und neu aufmauern Verzögerung - je nach Wetter bis ins Frühjahr. Im Gegenzug sind Eure Wände innen sonst auch krumm und der Raum kleiner!
    Usw usw.
    Und dann muss das mit dem Verursacher alles sauber dokumentiert werden!
    Geändert von Ralf Wortmann (17.11.2015 um 18:09 Uhr) Grund: Firmenname entfernt
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  6. #5
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    hihihi, ja so etwas hatte ich mir gedacht, sorry für die drei Buchstaben, aber als Baulaie steht man halt bei sowas einigermaßen verloren da. Wir hatten gehofft mit unserem Architekten einen einigermaßen sicheren und vertrauensvollen Weg gehen zu können. Leider murxt es jetzt gewaltig.

    Besonders ärgerlich, wenn man sein ersten Bauprojekt wegen eines Architekten- und Handwerkerfehlers (Heizöl in und unter einem 60´er Jahre Haus an gleicher Stelle) schon verloren hat, dann von der Versicherung verträglich (für die) abgefunden wurde, um überhaupt mal irgendwo einziehen zu können und ein Gerichtsverfahren mit unklarem Ausgang zu vermeiden. Und nun gerät man wieder an einen, sagen wir: "komischen Vogel". Anscheinend sind wir zu blöd zum bauen lassen...

    Also niemand vom XXX. Wer und was aber dann?
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  7. #6

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    sachverständiger für mauerwerk, beton- und stahlbetonarbeiten aus den vergilbten seiten, baukammer oder architektenkammer. auswahl wird nicht klein sein oder du nimmst meine PN die gleich kommt!
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  8. #7
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    So, da bin ich wieder,

    erstmal danke für alle bisherigen, sehr hilfreichen Antworten und PN´s

    habe mir heute mit einem befreundeten Zimmermann (nicht der ausführende) mal unseren Dachstuhl angesehen. Der Zimmermann war ganz gelassen und ist der Meinung, dass da natürlich vom Maurer unsauber gearbeitet wurde, aber die Situation so im Ganzen noch großzügig zu tolerieren sei.
    Morgen steht nun ein Termin mit dem Architekten und dem Rohbauer auf der Baustelle an, umd ie Sache zu besprechen. nun frage ich mich natürlich, ob man die kirche im Dorf lassen sollte und ob die Sache tatsächlich so tragisch ist, wie von mir dargestellt. Wobei andererseits: gemessen ist gemesen und daneben ist daneben, oder?

    Hier noch einmal aktuelles Bildmaterial. Was meint ihr? Habt ihr Argumentationshilfen?
    Dachbalken vorne von oben:
    IMG_20151118_152213.jpg
    gleicher Dachbalken hinten:
    IMG_20151118_152337.jpg
    von unten:
    IMG_20151118_152323.jpg
    und noch der Balken auf der anderen Seite des Hauses:
    IMG_20151118_152435.jpg
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  9. #8

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    wäre mal interessant die andere Seite zu sehen, wie "passt" das denn da ?
    wäre eine Vermittlung möglich gewesen ?
    hat der Zimmermann beim Aufmessen denn nicht vorher bemerkt ??
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  10. #9
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    Der Balken auf der anderen Seite passt (siehe 4. Bild).

    Ein Aufmaß hat meines Wissens nach nicht stattgefunden, Der Sachstuhl wurde wohl nach Zeichnung per computergesteuertem Abbund (wenn das so heißt) hergestellt - oder er hat den Aufmaß geheim durchgeführt. In diesem Fall hat er es dann entweder nicht bemerkt oder ignoriert. EIn Vermiteln war wohl schwierig, weil in der Mittelwand noch ein Balken liegt.
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  11. #10

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    spätestens beim aufstellen des dachstuhls hätte der zimmermann den finger heben müssen und darauf hinweisen müssen, hier passt etwas nicht.

    frag ihn mal, ob er den bauleiter darauf hingewiesen hatte und dies an dir vorbei gelaufen ist. wird gerne gemacht, damit der richtfesttermin nicht gefährdet wird!
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  12. #11

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    Den Ternmin heute morgen wirst Du wohl nur vom Boden aus durchführen können, denn wenn ich das richtig sehe, beträgt der Abstand zwischen Mauerwerk und der Gerüstlage deutlich mehr als 30 cm!!!
    Und damit ist das Gerüst nicht sicher!

    Ob es tragisch ist, musst Du wissen. Die Wand stürzt deswegen nicht ein und das Dach wird wohl auch nicht wegfliegen. Trotzdem hast Du eine gerade Wand bestellt.

    Das "nette" Brettchen ist auch Pfusch, wenn die Pfette da nicht wie überall anders mit Mörtel unterfugt ist. Selbst wenn, müsste es beidseitig auf die Breite der Pfette eingekürzt werden!
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  13. #12
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    Hallo Ralf,

    ich denke wir werden den Termin einfach von innen wahrnehmen, denn die Treppe ist schon begehbar. Eine Leiter an der Wand tut dann wohl den Rest. Die Brettchen stammen vom Zimmerer, der aus irgendwelchen Gründen den Dachstuhl etwa 2 cm erhöhen musste, die werden aber noch entfernt und entsprechend ausgemörtelt, so wurde es zumindest besprochen. Die gesamten Fetten sind auf diese Weise ausgemörtelt worden - eben bis auf die Brettchen...

    Klar habe ich eine gerade Wand bestellt, nur die werde ich ja wohl nicht mehr bekommen können, denn den Dachstuhl wieder entfernen, die Wand auf kompletter Länge abbauen und wieder gerade aufmauern (nur mal angenommen, die Untergeschosse ließen das überhaupt zu) wird wohl kaum jemand als wirtschaftlich sinnvoll anerkennen.

    Wie regelt man denn sowas erfahrungsgemäß?
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  14. #13

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    Mein Gedanke: so krumm kann doch kein Mensch mauern, oder ist da die Schnur um die Ecke gespannt worden?
    Vielleicht ist die Wand vielleicht doch gerade, nur die Schalung des Ringankers so dermaßen verdrückt, dass es zu diesem Differenzen kommt...?
    zumindest sieht es im zweiten Bild ein bisschen danach aus...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Hallo Alfons,

    natürlich ist die Schalung nicht 100%ig gerade, aber das hieße ja, dass sich die Schalung beim Betonieren über 3 cm nach innen(!) verzogen hätte. Das erscheint mir doch aber sehr unwahrscheinlich, denn wenn die Schalung nachgibt, müsste sie es doch nach außen tun, oder?
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  17. #15

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    mein Tipp: einfach prüfen, dann wissen wir mehr...
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