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Wasser im Keller

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  1. #1

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    Wasser im Keller

    Liebe Bauprofis, bitte helft mir.

    Zuerst einige Daten, damit Sie sich ein Bild von der Situation machen können. Mein Haus ist drei Jahre alt. Der Keller wurde von einem konzessionierten Betrieb errichtet. Er wurde nach den Vorschlägen des Baumeisters isoliert. Zwischen Bodenplatte und Kellerwänden wurde ein Isolierband eingezogen. Der Kellerboden ist gefliest, der Großteils des Kellers hat eine Fußbodenheizung. Für die Anschlüsse für ein mögliches Swimmingpool im Garten wurden in der Kellerwand Rohre eingesetzt, die allerdings nicht abgedichtet wurden. Mein Haus steht in leichter Hanglage, ziemlich weit oben am Hang. Bei der Tiefenbohrung für meine Erdwärme wurde in einer Tiefe von etwa 55 m erstmals Feuchtigkeit wahrgenommen. Der Boden ist schottrig, kein Lehm.

    Bis zum letzten Sommer gab es kein Problem. Ich war mir völlig sicher, dass mein Keller wasserdicht ist, denn auch nach längeren Regenfällen waren keine Anzeichen von Feuchtigkeit im Keller zu erkennen.

    Doch dann passierte Folgendes: Nach intensivsten Regenfällen innerhalb kürzester Zeit, stand ein Teil des Kellers plötzlich ein bis zwei Zentimeter unter Wasser. Auch die 100 x 100 cm große Vertiefung im Saunaraum des Kellers, die für den späteren Einbau einer Brausetasse ausgenommen und betoniert worden war und etwa 20 cm unterhalb des Kellerniveaus liegt, war bis oben mit Wasser voll. Der Raum, in dem sich dieses "Loch" befindet, war allerdings völlig trocken. Die Feuchtigkeit kroch auch etwa 10 cm in den gemauerten und verputzten Mittelmauern hoch und ist dort heute noch zu erkennen. In den folgenden Monaten habe ich durch dauerndes Heizen und Lüften versucht, den Normalzustand wieder herzustellen.

    Der Baumeister erklärte mir, dass das Wasser nicht durch die Bodenplatte und die Kellerwände eingedrungen wäre. Der Keller wäre völlig dicht. Das Wasser sei durch die Rohre für den Swimmingpool in den Keller eingedrungen, an der Wand hinuntergelaufen und unter dem Estrich und der Isolierung auch in den Saunaraum gelangt. Auch seine später durchgeführten Feuchtigkeitsmessungen ergaben, dass der Keller trocken wäre. Meine Messungen in den kritischen Räumen ergeben etwa 55 % Luftfeuchtigkeit bei digitaler Messung und etwa 70% beim analogen Messgerät bei etwa 19 Grad Raumtemperatur.

    Die intensiven Regenfälle der letzten Tage machen mich aber wieder völlig unsicher. Mehrmals täglich kontrolliere ich den Keller und habe den Eindruck, dass die Fugen zwischen einigen Fliesen wieder feucht sind. Ich fürchte, dass das Wasser nicht durch die, in der Zwischenzeit abgedichteten Rohre eingedrungen ist, sondern durch die Kellerplatte. Aber mit der Hand und dem Auge kann man das mit Sicherheit nicht feststellen. Die Keller-Außenmauern sind trocken.

    Daher meine Fragen:
    Kann ich davon ausgehen, dass der Keller trocken ist und kann ich die Räume einrichten, oder muss ich mit Wasser von unten rechnen?
    Wie kann ich feststellen, ob die teilweise dunkel gefärbten Fugen zwischen einzelnen Fliesen auch tatsächlich nass sind? Mit Hand und Auge geht das nicht!
    Was kann ich tun, sollte tatsächlich Wasser über die Kellerplatte eindringen?
    Wie weit haftet der Bauunternehmer dafür, wenn tatsächlich Wasser durch die Bodenplatte eindringt?

    Meine Familie und mich belastet die ganze Angelegenheit sehr. Unser Haus ist wohnugsmäßig unser Lebenstraum. Momentan haben wir noch keinen Moder und keinen Schimmel im Keller und das sollte in Zukunft auch so bleiben.

    Ich bitte Sie um Ihren Rat!

    Mit freundlichen Grüßen

    ein verunsicherter Häuslbauer
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  2. Wasser im Keller

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    ^wenn der Keller nass ist kann er nicht trocken sein.

    zum feststellen gibt es Messgeräte.

    Wenn schwimmender Estrich eingebaut ist (Dämmung) ist davon auszugehen das immer noch Wasser unterhalb des Estriches ist. bis das raus ist (von alleine) dauerts evtl Jahre. Da sollte dann wegen Schimmelbildung fachgerecht getrocknet werden.

    Die Rohrdurchführungen sind wie hergestellt?

    Welcher Lastfall liegt denn vor?
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  4. #3
    planfix
    Gast
    in meiner glaskugel sehe ich nix
    es kommt ja nicht nur auf das prinzip an, sondern auch auf die ausführung!
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  5. #4
    Themenstarter

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    Wasser im Keller

    Hallo Robby,
    danke für die Antwort. Ob der Keller nass oder trocken ist, kann ich nicht eindeutig feststellen. Die Messungen des Baumeisters haben ergeben, dass die Wände trocken sind, aber das hat er selbst gemessen und da bin ich mir nicht ganz sicher, ob das auch stimmt.
    Es wurde schwimmender Estrich verlegt und im ersten Winter habe ich auch mit Trockengeräten gearbeitet, um die Feuchtigkeit heraus zu bekommen.
    Die Rohrdurchführungen sind in der Zwischenzeit fachgerecht abgedichtet, da kommt kein Wasser mehr herein.
    Was ist mit Lastfall gemeint?
    Es geht mir darum zu wissen, ob trotz professioneller Ausführung des Kellers durch die Kellerplatte quasi schleichend immer wieder Wasser eindringen kann, so dass zwar keine großen Überschwemmungen im Keller auftreten, bei heftigen Regenfällen aber immer eine gewisse Feuchtigkeit vorhanden ist, die man aber opitsch nicht eindeutig feststellen kann, die aber langfristig zu Schimmelbildung führt.
    In diesem Fall wäre interessant zu wissen, was man wirksam dagegen tun kann und wer die auftretenden Kosten übernehmen muss.
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Lastfall? Bodenfeuchte, drückendes Wasser aus Grundwasser, aufstauendes Sickerwasser?

    Fachgerecht abgedichtet? wie?

    obs trocken ist, oder bleibt von hier schwer zu sagen.

    Interessanter wäre wie gesagt die Untersuchung auf Feuchtigkeit innerhalb der Dämmstoffebene...
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  7. #6
    Themenstarter

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    Drückendes Grundwasser schließe ich aus, bei der Tiefenbohrung erstmals in etwa 55 m feuchtes Erdreich festgestellt wurde.

    Aufstauendes Sickerwasser fürchte ich da schon mehr, da neben dem Haus ein etwa 4,5 m tiefer Sickerschacht errichtet wurde, in dem das Dachwasser versickern soll. In diesem Schacht steht das Wasser nach den Regenfällen der letzten Tage etwa 80 cm hoch. Kann dadurch rund um das Haus eine Wasserwanne entstehen, die das Wasser in den Keller drückt? Müsste das Wasser dann nicht auch durch die Seitenwände in den Keller gedrückt werden? Die sind aber trocken.

    Auch für mich ist interessant zu wissen, ob innerhalb der Dämmstoffe Feuchtigkeit vorhanden ist und ob es sich dabei noch um Feuchtigkeit vom Bauen handelt, oder ob da noch Feuchtigkeit vom Wassereintritt vorhanden ist, das wäre in den Griff zu bekommen. Schlimm wäre es, wenn immer wieder neue Feuchtigkeit von unten dazu kommen würde.

    Ist es sinnvoll, in einer Ecke eine Fliese abzutragen und den Estrich und die Dammstoffe bis zur Bodenplatte zu entfernen? Was wäre zu tun, wenn tatsächlich immer wieder Wasser von unten nachkommt? Wie könnte man da sinnvoll sanieren?
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  8. #7
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    Es ist sinnvoller sich einen eigenen Fachmann vor Ort zu leisten....
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  9. #8
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    Liebes Kellerproblem,
    es wäre sicherlich möglich, sich -a uch mit der Suchfunktion dieses Forums - selbst schlau zu machen. Diese Fragen wurden hier bestimmt schon tausendfach behandelt. Deine Ausdrucksweise legt uns aber nahe -bitte nicht böse sein - dass dir diese Sachen ziemlich fremd sind. Viele Infos werden nur weiter verwirren und ggf. in die Irre leiten, da doch jedes Haus anders ist. Der Empfehlung von Robby ist also auch aus meiner Sicht hundertprozentig zuzustimmen.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Lieber Manfred Abt, danke für die Antwort.
    Natürlich ist mir die ganze Sache ziemlich fremd, sonst hätte ich mich ja nicht an das Forum gewandt und deshalb habe ich ja auch die örtlichen Fachleute um Ihre Meinung gebeten. Aber auch durch deren Aussage wurde die Unsicherheit nicht kleiner, ganz im Gegenteil.
    Der Baumeister sagt, kein Problem, alles trocken, du kannst beruhigt einrichten. Der Installateur sagt, bin mir nicht sicher, könnte eine Wasserwanne rund um das Haus sein, müsste man hineinbohren. Der Maurer sagt, normal ist alles dicht, aber man weiß ja nie.
    Und dazwischen stehe ich als Laie und weiß nicht, wer nun wirklich recht hat. Daher auch meine Bitte um Hilfe an die Spezialisten im Forum.
    Auf jeden Fall werde ich das Forum noch einmal genau durchackern und so vielleicht eine Lösung für mein Problem finden.
    Auf jeden Fall vielen Dank für die Hilfe und liebe Grüße nach Köln.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Avatar von T9-Liebhaber
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    Servus nach Österreich!

    Also...ich kann mich den Ausführungen von Robby nur anschließen!

    Das die Aussenwände trocken sind ist klar; Betonwände ziehen nur sehr wenig Feuchtigkeit, deshalb wirst du hier kaum einen Schaden bemerken. Anders sieht es an geputzen Innenwänden aus, hier kann man in den meisten Fällen die klassische aufsteigende Feuchtigkeit optisch feststellen (bei Dir wohl auch). Falls nicht, reicht der Putz nicht bis zur Bodenplatte oder aber es ist an den Wänden die Abdichtung hochgezogen.

    Wie auch immer. Aufgrund Deiner Beschreibung kannst du mit 99 % Sicherheit davon ausgehen, daß Sie in der Dämmschichtebene noch Restfeuchtigkeit befindet. Diese kann nur über eine technische Trocknung ablüften! Lüften bringt dir im Sommer überhaupt keine Besserung...eher holst du dir noch mehr Feuchtigkeit ins Haus.

    Ich kann dich aber beruhigen.
    Aufgrund Deiner Kellerausführung und den Bodenverhältnissen schliesse ich eine undichte Bodenplatte gleich mal aus.

    In der Regel kannst man dies aber bei einer fachmännisch durchgeführten Trocknungsmaßnahme prüfen, da die Messwerte dann beim nächsten Regen sich wieder verschlechtern würden.

    Wenn du genügend Ersatzfliesen hast, würde ich einfach mal mit der großen Hilti ein Loch bohren die Dämmung auskratzen und mit einem Staubsauger ein bischen ansaugen....uppps Fußbodenheizung....bitte nur in einem Raum OHNE FBH bohren.
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  13. #11
    Themenstarter

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    Wasser im Keller

    Guten Abend nach Bayern!

    Zuerst einmal herzlichen Dank, für deinen Rat und vor allem dafür, dass du es so beschrieben hast, dass ich es auch verstehe. Du hast recht, an den verputzten Innenwänden lässt sich die Feuchtigkeit optisch feststellen.

    Da ich auch davon ausgeht, dass sich in der Dämmschichtebene noch Restfeuchtigkeit befindet, werde ich mich nach einer Firma umsehen, die eine technische Trocknung in meinem Keller durchführen wird. Beruhigend ist deine Meinung, dass die Bodenplatte wahrscheinlich nicht undicht ist.

    Beim Lüften im Sommer war ich sehr vorsichtig, da mir die Problematik durchaus bekannt ist. Wenn ich aber jetzt, bei einer Außentemperatur von z. B. 9 Grad und einer Innentemperatur von 19 Grad lüfte, verringert sich die Luftfeuchtigkeit auf unter 50 %, steigt dann aber im Laufe der Zeit wieder auf bis zu 70 %.

    Auf jeden Fall werde ich deinen Vorschlag mit der Hilti befolgen, bevor ich mit einer Firma bezüglich Trocknungsmaßnahmen Kontakt aufnehme.

    Ich danke dir noch einmal recht herzlich für deine Hilfe, denn ich weiß nun, was ich zur Lösung meines Problems machen muss.

    Schönen Abend und liebe Grüße aus Österreich!
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