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  1. #1

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    Optimierung der Vorlauftemperatur

    Hallo,

    wir haben eine Wärmepumpe und Fußbodenheizung in unserem neuen Haus.
    Im Grundsatz funktioniert auch alles. Bei einem Thema komme ich aber
    nicht weiter, entweder weil ich einen Gedankenfehler mache, unser
    SHK-Techniker mich trotz gestrigen 2-stündigen Gesprächs nicht
    verstanden hat oder ebendieser keine Ahnung hat.

    Bevor die elektrischen Stellantriebe eingebaut wurden, lief die Heizung
    für zwei Wochen außentemperaturgesteuert. Die Ventile im Heizkreisverteiler
    waren alle voll geöffnet. Dabei habe ich festgestellt, dass es im EG
    (19°C)leicht zu kalt im OG leicht zu warm (22°C) war.

    Meine Argumentation ggü. dem SHK-Fachmann: Um die Vorlauftemperatur
    möglichst niedrig zu halten brauchen die Heizkreise im EG mehr Durchfluss,
    die im OG weniger Durchfluss.

    Seine Argumentation: Alles kein Problem einfach die Heizung etwas höher,
    dann mit der Regelung durch die Stellventile gewünschte Temperatur
    einstellen.

    Ich muß ergänzen, dass der Durchfluss mit Hilfe einer Software genau
    berechnet wurde und so eingestellt (von mir ungeprüft) wurde.

    Dazu meine Fragen:

    1. Ist meine Argumentation richtig?
    2. Wo stellt man das ein? Wird da an irgendeiner Schraube am HKV
    gedreht?


    Gruß Octo
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  2. Optimierung der Vorlauftemperatur

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  3. #2

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    Sie haben völlig recht! Ihre Vorlauftemperatur bei WP soll ja möglichst niedrig sein.
    Bei mir waren auch Stellantriebe, die in Stellung "offen" Strom ziehen und dadurch warm werden. Wenn davon zu viele zumachen, reicht der Durchlauf für die Wärmepumpe nicht mehr und diese zeigt durch zu kurze Anschaltzeiten oder Hochdruckstörung ihren Unwillen.
    Habe bei mir die Stellantriebe vor ein paar Tagen (außer in einem selten geheizten Raum im Keller) abgezogen und die Stromversorgung dafür abgeschaltet - spart etwa 2 x 15 x 24 Wattstunden am Tag.
    Der Durchlauf der Heizkreise wird am HKV reguliert. Bei mir sind dort kleine Durchflussmesser mit (recht schwergängigen) Rändelschrauben.
    Die Vorlauftemperatur sollten Sie erst dann hochstellen, wenn es nach Reduktion im OG und stärkeren Durchlauf im EG zu kühl wird. Haben Sie aber Geduld und warten Sie nach jeder Änderung einen Tag!
    Sie müssen die Antrieb nicht notwendigerweise abziehen, sondern können auch die Raumtermostaten auf 30 Grad stellen - ist aber doch recht unelegant.
    Heizungsbauer machen ERR, weil das angeblich vorgeschrieben ist. Bei FBH und WP in einem gut gedämmten Haus ist sie aber zusätzlich zur Außenregulierung wie gesagt so überflüssig wie ein Kropf.
    Gruß
    RB
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  4. #3

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    Das ist korrekt. Ordentlich abgeglichen benötigt man einen Raumthermostat nur für Extremfälle. Die Vorlauftemperatur in Verbindung mit der Außentemperatur, also die Heizkurve, bestimmt dann die Raumtemperatur.

    Dazu müssen die Kreise abgeglichen sein. Der Abgleich erfolgt üblicherweise mit den Ventilen unterhalb der Stellantriebe. Durchflußmesser zeigen dann den eingestellten Durchfluß an. Im o.g. Fall also Durchfluß für EG erhöhen, für OG reduzieren. Richtig erkannt.

    Die Methode Heizkurve hoch und dann mit den Raumthermostaten "abwürgen" ist gerade bei einer WP wenig sinnvoll.

    Die errechneten Wert für den Durchfluß und die Heizkurve sind nur die Startbedingungen für eine Optimierung. Selbst bei der besten Berechnung können nicht alle Randparameter berücksichtigt werden, und letztendlich wird auch nicht immer so gebaut wie berechnet. Gerade diese Abweichungen muß man mit der nachträglichen Optimierung kompensieren..

    Also, Stellantriebe ab, hydraulisch abgleichen, und danach Stellantriebe wieder aufsetzen. Der Abgleich ist eine Sache von Tagen, Wochen, Monaten. Also nicht verzweifeln wenn die Optimierung ein wenig Zeit beansprucht.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Zitat Zitat von rblaich Beitrag anzeigen
    snip..
    Heizungsbauer machen ERR, weil das angeblich vorgeschrieben ist. Bei FBH und WP in einem gut gedämmten Haus ist sie aber zusätzlich zur Außenregulierung wie gesagt so überflüssig wie ein Kropf.
    Gruß
    RB
    das angeblich bitte streichen.... ansonsten stimmt das so.

    Gruß Josef
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  6. #5

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    Und auch wieder nicht!

    ERR ist prinzipiell vorgeschrieben, man kann sich aber davon befreien lassen, z.B. bei Unwirtschaftlichkeit. Da die bei FBH im gut gedämmten Neubau-EFH aber zumeist gegeben ist, sollte man sich das Geld fütr diesen Firlefanz komplett sparen...
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  7. #6

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    sollte man sich das Geld fütr diesen Firlefanz komplett sparen...
    So pauschal kann man das auch nicht sagen. Wenn ich ein Gebäude habe mit großen Fenstern auf der sonnenbeschienenen Seite, dann kann eine ERR für diese Räume schon Sinn machen, auch wenn bedingt durch die Trägheit der FBH die Raumthermostate dort meist zu spät reagieren (Da fehlt einfach noch die Vorhersagefunktion mit einem Sonensensor)

    Gruß

    Thomas
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    So pauschal kann man das auch nicht sagen. Wenn ich ein Gebäude habe mit großen Fenstern auf der sonnenbeschienenen Seite, dann kann eine ERR für diese Räume schon Sinn machen, auch wenn bedingt durch die Trägheit der FBH die Raumthermostate dort meist zu spät reagieren (Da fehlt einfach noch die Vorhersagefunktion mit einem Sonensensor)

    Gruß

    Thomas
    In diesem Fall sollte man aber das dann gleich mit einem Bodensensor kombinieren, sonst hat man am Abend dann schnell mal kalte Füsse.
    Wenn die FBH eine niedere VL-Temp. hat dann gibt sie eh keine Wärme ab wenn der Raum entsprechend warm ist.

    Gruß Josef
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  9. #8

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    Wenn die FBH eine niedere VL-Temp. hat dann gibt sie eh keine Wärme ab
    Einigen wir uns auf "weniger", ok?

    (Um gar keine Wärme abzugeben müsste die VL-Temperatur exakt auf gewünschter Raumtemperatur liegen. Mit genügend wärmeabgebender Fläche, sagen wir mal FBH und Wand- und Deckenheizung mit 3 cm Verlegeabstand, könnte das dann perfekt auch als Klimaanlage funktionieren)

    Gruß

    Thomas
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Einigen wir uns auf "weniger", ok?

    snip.
    Einverstanden

    Gruß Josef
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  11. #10

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    Ich möchte auch nochmal explizit R.B. oben zustimmen.

    Meine ERR/Thermostate sind auch abgeklemmt (der Stromverbrauch ist signifikant, sind ja ne Menge) und das Haus rein über die Heizkurve gesteuert.

    Im Bad und im Schlafzimmer sind über den hydraulischen Abgleich leicht andere Temperaturen eingestellt.

    Das funktioniert jetzt seit einem Jahr sehr gut.

    Gruß, Hendrik

    PS. siehe auch:
    http://hendrik42.twoday.net/stories/2161526/
    http://hendrik42.twoday.net/stories/3533210/
    http://hendrik42.twoday.net/stories/4533010/
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  12. #11
    Avatar von OldBo
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  13. #12
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    Technik ist immer das eine ...
    Verordnungen sind das andere....

    *Korrekt* ist sich von den Anforderungen einer Einzelraumregelung *befreien* zu lassen ... der Rest führt z.B. bei einem Nutzerwechsel dazu, dass die Anlage mangelbehaftet wäre.

    Kann man dagegen die Befreiung von den Anforderungen auf den Tisch legen ... ist bei der selben Anlage dann alle *ok*.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Noch ne Meinung?

    ich als Elektriker frage explizit nach der FBH und nach Raumthermostaten bei der Baubesprechung/Angebotserstellung, da man sonst schnell nen Schwarzen Peter zugeschoben kriegt.

    Beispiel gefällig?

    Kunde kriegt FBH, wir installieren Dosen und Leitungen für ERR.
    Heizungsbauer sagt bödsinn, brauch ma nicht.
    Kunde sagt mach ma trotzdem.
    Absprache mit Heizungsbauer wo überall heizkreise hinkommen, er sagt überall nur nicht im Gang.
    Hinterher bringt der Heizungsbauer die Stellantriebe, (klar will er die verkaufen!) und erklärt noch wo die überall hinmüssen.
    Küche, Bad, Schlafen, Gang, ...
    Gang???
    warum???
    Antwort vom heizungsbauer: Ja, mei!
    und zum Bauherren: da Elektriker hat im Gang das Raumthermostat vergessen!



    Aber jetzt wirds


    Grüsse
    Jonny
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von OldBo
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    Frage

    Moin Jonny,

    das ist doch eigentlich ganz einfach, wenn der Gang (Diele oder Flur) einen eigenen Heizkreis hat, dann gehört da auch eine Dose mit Leitung hin, sonst nicht. Was soll da auch geregelt werden?

    Wenn dann der HB diese vorgegebenen Dosen nicht braucht, dann besteht aber die Möglichkeit, später nachzurüsten, wenn das ohne ERR nicht funktionieren sollte.

    Gruß

    Bruno
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  17. #15

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    Wobei so eine Dose setzen und Leitung hinlegen, ja nicht wirklich viel Aufwand ist. Wozu also sparen?

    Ja ich weiß, es gibt Bauherren da reichen 5LS auch für die ganze Hütte..n Denen zu erklären, daß eine zusätzliche Dose im Gang sinnvoll ist, dürfte unmöglich sein.

    Gruß
    Ralf
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