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Feuchte Stelle in der WW

Diskutiere Feuchte Stelle in der WW im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Feuchte Stelle in der WW

    Hallo liebe Bauexperten,

    wir haben so ziemlich das gleiche Problem wie der Thread eins drunter nur bei uns handelt es sich um eine WW.

    Seit ca. 2 Monaten ist unser Keller fertig gestellt. Es wurde dabei unter der Bodenplatte (Kellersohle) 30 cm Frostschutz verarbeitet sowie 5 cm Sauberkeitsschicht, dazwischen ist Folie. Darauf kam dann 25 cm Beton (C 25/ 30 F3 16 mm).

    Die Außenwände wurden auf 2 mal betoniert, sind ebenfalls 25 cm dick. Es wurde zuerst eine spezielle Anschlussmischung (C25/30 F3 8 mm) verarbeitet dann wieder 16 mm. Wir haben kein Fugenband verarbeitet. Der Kellerbauer mittels Dampfstrahler den Übergang der Bodenplatte zur Außenwand "aufgeraut". Durch dieses System sollte lt. seiner Aussage die Verbindung zwischen Wand und Sohle optimal hergestellt sein.

    Nach dem Ausschalen des ersten Teils, wurde durch den Kellerbauer der Beton der Anschlussmischung bei dem Betonlieferanten bemängelt, da im unteren Bereich der Beton recht "grieselig" war. Mittels einer Hohlkehle wurde der Übergang nachbearbeitet. Auf die Außenwände haben wir 5 mm Bitumendickbeschichtung aufgespachtelt bis zur Mitte der Bodenplatte und 8cm Jackodur Perimeterdämmung angebracht.

    Lt. Bodengutachten kann in unserem Baugebiet Schichtenwasser auftreten, während der gesamten Bauphase bis Verfüllung der Baugrube, war alle trocken. Es handelt sich um lehmigen Boden.

    Tja nun ist es so....es schneit und schneit und regnet und taut und schneit .... und siehe da....vor 2 Tagen entdeckten wir in einem Kellerraum diese Feuchte Stelle. Direkt zwischen Sohle und Wand. Ca. 10 cm hoch und 40 cm lang.

    Und nun??? Wir sind ein bisschen niedergeschlagen deswegen.

    Was kann man dagegen tun?

    Wir werden uns morgen an den Kellerbauer wenden und wollten vorab von euch Eure Meinung dazu hören. Wie sollen wir am besten vorgehen?
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  2. Feuchte Stelle in der WW

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    JamesTKirk
    Gast
    Zitat Zitat von Bauherrin83 Beitrag anzeigen
    ... Und nun??? Wir sind ein bisschen niedergeschlagen deswegen ...
    Müsst ihr (noch) nicht sein. Mangel schriftlich beim Kellerbauer anzeigen.

    I.d.R. wird der Bereich nachverpresst (meist mit einem Füllgut auf Polyurethanharzbasis (PUR), nur ein Mörtel davorschmieren reicht nicht), damit sollte es dicht zu bekommen sein. In dem dafür "zuständigen" Regelwerk, der WU-Richtlinie (Ergänzung zur DIN 1045-2) steht drin, dass ein eventuell notwendige Nachverpressung mit zum System der Weissen Wanne gehört. Also keine Panik ...
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Hmmm, die WU-RiLI empfiehlt als „Regelausführung“ den Einbau einer Fugenabdichtung. Sie zeigt die hier vom Fragesteller aufgeführte Abdichtungsart, aber nach meiner Lesensart nur für Wanddicken > 300 mm auf. Wie siehst Du das James?
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  5. #4
    JamesTKirk
    Gast
    Da haste recht Mark, die Sache mit der rauhen Fuge ist erst ab 30 cm Bauteilstärke regelwerkskonform machbar. Aber es ist doch Schwarzpampe von aussen drauf, da sollte der Kasten doch dicht sein.
    Was würdest Du nun vorschlagen Mark ?? Nochmal aufgraben, nachschauen und noch einmal nacharbeiten ?? Ist auf jeden Fall die sicherere Lösung als die Verpressung des Bereichs.

    In der Beschreibung der Bauherrin steht: "... haben wir 5 mm Bitumendickbeschichtung aufgespachelt ...". Wer ist denn mit "wir" gemeint ?? Habt ihr das in Eigenleistung gemacht ???
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  6. #5
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    Nein, Nein.
    Dein Vorschlag ist OK.
    Ich würde genauso vorgehen.

    Ich wollte nur mein Verständnis für die Sache von Dir überprüft haben.
    Hätte ich besser herausstellen sollen.
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  7. #6
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    Guten Abend Jungs,

    erstmal vielen Dank für eure Antworten, ich bin schon etwas beruhigter. Vor allem nach dem heutigen Gespräch mit dem Kellerbauer.

    Nach einem Anruf heut früh war er gleich da und hat sich das Problem angesehen. Er meint, dass wir das noch ca. 4 Wochen lang beobachten sollen. Es kann sein, dass die feuchte Stelle wieder weniger wird bzw. ganz weg geht. Er hat das so erklärt, dass durch die Nässe bzw. durch Rückgang der Nässe sich Kalk aus dem Beton löst und dadurch sich das "Leck" sozusagen wieder schließt (sintert ???). So hab ich das verstanden.

    Ich hoffe ihr könnt mir folgen.........mit meiner laienhaften Ausdrucksweise

    Falls die Feuchtigkeit nach ca. 4 Wochen noch da sein sollte, wird die Stelle mit Epoxidharz verpresst.

    Zur Sicherheit haben wir Ihm die Mängelanzeige schriftlich überreicht.

    Was meint ihr? Das hat sich für mich schon nachvollziehbar angehört.

    Das Auftragen der Bitumendickbeschichtung sowie der Perimeterdämmung haben wir in Eigenleistung gemacht. Dies wurde nach Anleitung duch den Kellerbauer durchgeführt und "überwacht". Ich kann gar nicht verstehen wie da 'Wasser überhaupt durchkommen kann???? Wir haben rundum alles dick eingeschmiert mit dem Zeug.

    So nun Dankeschön für Eure Ratschläge
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  8. #7
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    Tschja - als Abdichter "versagt" 6 - setzen

    Das beschriebene nennt sich "Selbstheilung von Rissen in Beton" = Zeitliche Verringerung des Wasserdurchtritts durch Trennrisse in Abhängigkeit von Rissbreite und Druckgefälle
    - durch Quellen und Hydratation des Zementsteins, Calciumkarbonatbildung (chemisch-physikalische Vorgänge)
    - durch Feinstoffe und lose Partikel aus dem Wasser und dem Beton (mechanische Zusetzung)
    Solange der PH Wert das angreifenden Wasser stimmt (meist so) geht das.
    Geändert von Carden, Mark (13.12.2010 um 23:46 Uhr) Grund: Schreibteufel
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  9. #8
    JamesTKirk
    Gast
    Ein feiner Riss kann zusintern, bei einer Undichtigkeit im Boden-Wand-Bereich als Arbeitsfuge ist das eher unwahrscheinlich (bis unmöglich). Aber einfach mal schauen ...

    Der Kellerbauer schlägt Epoxidharz (EP) als Füllgut vor ... das wäre ich nun gerade nicht nehmen, da sich Epoxidharze mit Wasser gar nicht vertragen. Außerdem werden EPs beim Instandsetzungsziel "Kraftschlüssiges Verbinden" verwendet und nicht beim "Abdichten" als Ziel. Ich würde daher eher ein Polyurethan (PUR) bevorzugen. Sprich da mit dem Kellermann noch einmal ein ernstes Wörtchen drüber.
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  10. #9
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    war wohl zu spät zum lesen und verinnerlichen was da geschrieben stand.
    Asche auf mein Haupt
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  11. #10
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    Vielen Dank für Eure Antworten, hat mir schon weitergeholfen.
    Ich stress mich jetz nicht und wart einfach mal ab.
    Ich werd euch ggf. auf dem laufenden halten.

    Danke nochmal für die Fachkompetenten Auskünfte
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  12. #11
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    Übrigens.......Der Fleck ist am Boden sogar etwas zurückgegangen.....nur zur Info.....
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  13. #12
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    Ist oft so - wenn das Wasser draußen weniger wird
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  14. #13

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    Übrigens.......Der Fleck ist am Boden sogar etwas zurückgegangen.....nur zur Info.....
    hallo
    dann kannste ja beruhigt weihnachten feiern nimmst noch ne plazebo alles wird gut pille. spätestens beim nächsten regen/tauperiode kommt der zurück.
    bleib am ball und hör auf den mark und den james.
    der kellerbauer soll verpressen. wenn de pech hast muß der noch 2- ???? -mal nachpressen weil das wasser sich neue wege sucht.

    gruss aus de pfalz
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    an Bauherrin:

    War die schwarze Pampe nur als Kleberbett für die Dämmung (vollflächige Verklebung) gedacht oder als Abdichtung?

    Die vollflächige Verklebung ist bei Deinem Lastfall vorgeschrieben. Eine Abdichtung hätte die WW gar nicht nötig, außer der BU traut seinem Werk nicht. Eine vorschriftsmäßige Abdichtung wäre dann 2-facher Auftrag mit Gewebeeinlage und dann nach Durchtrocknung im dritten Arbeitsgang die Verklebung.

    Hast Du Infos zu den Spannstellen? Das sind die verstöpselten Plastikrohre in der Wand. Die sehen mir nämlich sehr nach Plastik aus, und dazu noch für Plastik-WU-Spannstellen eigentlich zu klein. Frage Deinen BU zu Deiner Sicherheit, ob er zugelassene WU-Spannstellen verwendet hat.

    @ James Kirk:

    Gut, PU reagiert mit Restfeuchte, aber gibt es einen Grund, warum Epoxidharz generell nicht so gut für Abdichtungen ist? In anderen Bereichen (nicht Bau, sondern Lackierung, Oberflächenvergütung, Versiegelung elektronischer Baugruppen) gilt Epoxid als erste Wahl, wenn es um Feuchtigkeit geht.

    Außerdem kriecht ein sehr dünnflüssiges Harz wie xxxxxxxxx gut in Ritzen und Poren und kann bei relativ hoher Restfeuchte des Betons eingesetzt werden (bei richtig nassem Beton hätte es aber wohl schon Probleme).



    name ge-x-t
    mls101229
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  17. #15
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    ist doch alles geschrieben

    epoxi ist starr und für trockene untergründe ..
    pu-harze kann man in weitem bereich einstellen.
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