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Branschutz beim Kalksandstein im WDVS (Brandschutzklassen)

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  1. #1

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    Branschutz beim Kalksandstein im WDVS (Brandschutzklassen)

    Hallo,

    ich habe eine Frage:

    Wir sind gerade mit der Planung unseres EFH-Hauses beschäftigt und grundsätzlich schon recht weit fortgeschritten. Ich hatte hier im Forum schon einmal eine Frage zum Mauerwerk und wurde überzeug mir einem Architekten zur Seite zu holen. Das war ein guter Tipp!

    Wir haben uns nach intensiver Beratung für eine klassisches Mauerwerk mit Kalksandstein im WDVS entschieden. Der Architekt meinte, dass das WDVS in der Regel mit Stryrophorplatten wirtschaftlich und gut erstellt werden kann. Alternativen wie Mineraldämmplatten sind zwar Brandklasse A1 aber im Vergleich recht teuer...

    In den Medien gibt es ja immer wieder Panikmache wegen der Brennbarkeit (was bedeutet schwer entflammbar genau?) und der sehr giftigen Gase die den Bewohner im Brandfall kaum eine Chance lassen sollen. Klar ein Brandfall ist vielleicht nicht sehr wahrscheinlich aber möglich. Sperrbahnen in einem EFH sind wohl auch normalerweise nicht vorgesehen.

    Da wir eine kontrollierte Wohnraumlüftung vorsehen, habe ich im Brandfall sogar die bedenken, dass die angesaugte giftige Aussenluft noch schneller nach innen kommt bevor die Fenster geborsten wären. Wir bekommen natürlich Raumelder, aber ich frage mich ob man von den giftigen Gasen nicht sofort Ohnmächtig werden würde.

    Das gleiche Thema haben wir auch beim Dach. Da hatten wir uns ein System mit PIR oder PUR? Ausschäumung angesehen mit Brandschutzklasse B2, könnten natürlich hier auf MW oder Holzfasern (zwar auch B2 aber nicht so giftig) ausweichen. Bei MW habe ich bedenken dass diese mit den Jahren Dämmwirkung verliert.

    Bezüglich Innenbränden mache ich mir eher weniger gedanken...

    Vielleicht bin ich da zu paranoid? Unser Architekt ist nun 2 Wochen in Urlaub und ich wollte sowieso Grundsätzlich mal euere Meinung dazu wissen.

    Danke vorab.

    Grüße

    Skullmonkey
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  2. Branschutz beim Kalksandstein im WDVS (Brandschutzklassen)

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  3. #2

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    Zitat Zitat von skullmonkey Beitrag anzeigen
    Bezüglich Innenbränden mache ich mir eher weniger gedanken...
    Das solltest Du aber!
    Denn die allermeisten Fassadenbrände sind Folgebrände von Innenbränden, die durch die Fenster nach aussen geschlagen sind und so die Fassade entflammt haben.

    Brandriegel kann man auch dann setzen, wenn sie nicht vorgesehen sind! Sie sind dann ja nicht verboten.

    Lüftungsanlagen kann man mWn mit Rauchmeldern ausstatten, die bei Rauch die Lüftung ausschalten und so eine Rauchausbreitung vermeiden. Nicht ganz günstig, aber sehr sicher!

    Mineralwolle verliert ihre Dämmwirkung nicht, warum sollte sie? PIR/PUR Ortschaum will gekonnt sein. Dann lieber Einblasdämmung auf MiWo oder Zellulose-Basis. Oder klassisch MiWo als Bahnenware.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Das solltest Du aber!
    Denn die allermeisten Fassadenbrände sind Folgebrände von Innenbränden, die durch die Fenster nach aussen geschlagen sind und so die Fassade entflammt haben.
    Gut da habe ich mich etwas unscharf ausgedrückt. Egal dass das Haus abbrennt ist es natürlich nicht. Aber einen Innenbrand würde ich wegen der Rauchmelder wohl schneller bemerken und könnte vielleicht noch flüchten. Den Außenbrand eher später. Wenn innen natürlich auch viel giftiges brennt -> gleiches Problem, aber das hat eh fast jeder...

    Bezüglich der Brandriegel. MW als Außendämmung wurde mir nicht empfohlen da sie wenn sie naß werden sollte kaum noch dämmt. Wie gewichtig ist dieser Punkt bei nur einem Riegel?

    Mineralwolle verliert ihre Dämmwirkung nicht, warum sollte sie?
    Habe mal gehört, jedoch nicht von unserem Architekt, dass die zusammensacken kann. Also nicht mehr gleichmäßig ihre ursprüngliche Dicke/Dämmung hat...

    Lüftungsanlagen kann man mWn mit Rauchmeldern ausstatten, die bei Rauch die Lüftung ausschalten und so eine Rauchausbreitung vermeiden.
    Wie haben aktuell eine komplette Vissmann-Anlage geplant. Ich frage mal nach, ob diese Option bei der Vitovent 300 möglich ist. Ansonsten muss ich mal beim Heizungsbauer nachfragen welche Anlagen das unterstützen.
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  5. #4

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    Hihi,

    würde Neopor nehmen. Ist kaum teurer als normales Polystr. und dämmt besser und soll brandtechnisch auch biserl besser sein. Oder hab ich das falsch im Kopf. Alternativ wäre noch Miwo/Steinwo-Platten. Aber schon teurer. Mineraldämmplatten usw. sind noch teurer.

    Gruß Flo
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  6. #5
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    Zitat Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
    Hihi,

    würde Neopor nehmen. Ist kaum teurer als normales Polystr. und dämmt besser und soll brandtechnisch auch biserl besser sein. Oder hab ich das falsch im Kopf.

    Gruß Flo
    Ich glaube schon:

    Brandschutz:
    Dämmstoffe aus Neopor® werden gemäß den Anforderungen der
    europäischen Norm DIN EN 13163 produziert und sind im Brand-
    verhalten in die Euroklasse E nach DIN EN 13501-1 und B1
    nach DIN 4102 eingruppiert.
    Brandschutz gleich, aber dämmt besser. Trotzdem ein guter Tipp werde ich mal ansprechen wegen der Werkplanung. Danke.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von skullmonkey Beitrag anzeigen
    Bezüglich der Brandriegel. MW als Außendämmung wurde mir nicht empfohlen da sie wenn sie naß werden sollte kaum noch dämmt. Wie gewichtig ist dieser Punkt bei nur einem Riegel?
    Absolut ungewichtig, weil es schlicht riesiger Schwachsinn íst!!!

    Wenn Dmmung (egal aus welchem Rohstoff) naß wird, ist was ganz anderes faul. Ausserdem brennt sie dann schlecht, weil die Nässe ja Verdunstungskälte erzeugt und so brandhemmend wirkt

    Herrn K. Fuscher sollte man nach meiner Meinung auf den Mond schiessen.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen

    Herrn K. Fuscher sollte man nach meiner Meinung auf den Mond schiessen.
    Ja habe ich auch gemacht. Deshalb sind wir ja beim Architekt gelandet. Das war ein Bauträger der uns zuvor mal ein Angebot gemacht hatte.

    Bei all den Gesprächen, Beratungen, Raumprogramm, usw. habe ich das Thema Brandschutz irgendwie vergessen anszusprechen und jetzt ist er der Architekt in Urlaub Und geduld ist nicht ganz meine Stärke.

    Also vielleicht kann man ja mit Brandriegeln arbeiten. Oder ich greife noch tiefer in die Tasche und hole mir so ne Perlitdämmplatte. Aber das macht bestimmt gleich 10000 Euros aus...
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  9. #8

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    nimm doch mineralwolle, wenn dir das mit der brandlast als fassade zu unsicher ist. die mineralwolle im fassadenbereich kann standfest/druckbeständig gewählt werden, da sackt nix zusammen.
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  10. #9

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    @skullmonkey

    Du kannst jede KWL mit einem Rauchmelder abschalten lassen. Kanalrauchmelder in den Ansaugstutzen bauen und über den die Anlage wegschalten.
    Ist bei großen Anlagen Pflicht und schadet bei Kleinen nicht. Wenn ich mir hier die Osterfeuerfetischisten ansehe, dann schon wegen denen...
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  11. #10
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    Danke für alle Antworten. Ich denke wir werden den Weg über ein Brandschott gehen. Komplett MW liegt etwas außerhalb unseres Budget.

    Ich denke das ist ein guter Kompromiss.
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  12. #11

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    Bei der Dachdämmung mit PIR/PUR solltest du noch mal über Schallschutz sinnieren, der ist bei PIR und PUR grottenschlecht, um nicht zu sagen eher nicht vorhanden...
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Hallo,

    Im Dach werden wir auf MW zwischen den Sparren gehen. Da ist uns bei einem Baustoff mit Klasse B2 einfach unwohl. Die Wand mit Klasse B1 und Brandschott geht für uns nach langer Überlegung aber in Ordnung.

    Grüße

    Skullmonkey
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  15. #13
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    Hallo nochmal,

    ich habe doch noch eine Frage.

    Ich habe mir nochmals meine Notizen durchgelesen die ich mir beim Architekt gemacht habe. Dazu habe ich mir beim WDVS bezüglich Brandschutz aufgeschrieben, dass die Außendämmung mit Brandschutzgitter (20cm Lamellen) versehen werden soll. Leider kann ich garnichts mehr damit anfangen. Ist jetzt 8 Wochen her. Kann mir jemand helfen?
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