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Problematischer Baustromanschluss

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  1. #1

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    Problematischer Baustromanschluss

    Hallo zusammen,

    folgende Situation bei uns: Es geht um den Baustromanschluss für die Errichtung eines massiven EFH (kein dauerhafter Kran vor Ort, nur die LKW-Krans für Decken etc.).

    Der nächste Verteilerkasten an der Straße ist rund 60m entfernt. Nun ist die Info des Elektrikers, dass er bei uns einen Baustromkasten aufstellt, dieser jedoch mit einem H07RN-F 5x16 Starkstromkabel angeschlossen werden muss. Dieses hat er nicht und möchte er auch nicht kaufen, um es zu verleihen, sondern wir sollen es kaufen. Ein Angebot des Elektikers liegt noch nicht vor. Nun habe ich einmal recherchiert und es hat mich aus den Socken gehauen, was 60m von diesem Kabel kosten (600 - 1000 €). Noch dazu, da man das niemals wieder (als Privatmann) verwenden kann.

    Meine Frage nun: Was könnte man zur Kostenersparnis tun? Muss es solch ein massives Kabel (16 Quadrat?) sein, um einen Betonmischer und andere Geräte des Rohbauunternehmens anzuschließen? Ist es üblich, dass der Bauherr diese Kabel kaufen muss? Oder sollte ich bei einem anderen Elektriker wg. des Kabels anfragen?

    Vielen Dank schonmal,

    Lubecarius
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  2. Problematischer Baustromanschluss

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  3. #2

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    was zahlst denn sonst noch für das Baustromprovisorium?

    Wenn der Eli da schon rumzickt, würde ich mir überlegen, den bau mit dem zu machen.
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  4. #3

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    Zunächst wäre zu klären, welche Maschinen der Bauunternehmer tatsächlich verwenden wird und welche Leistungsaufnahem diese Maschinen haben werden. Mir fallen da (neben dem "Betonmischer") noch so Sachen wie z.B. Baukreissäge, Steinsäge, Putzmaschine, Heizlüfter etc. ein

    Es kommt bzgl. des Leitungsquerschnitts darauf an, welche Art von Baustromkasten der Eli dort aufstellt und was der Energieversorger für Baustromanschlüsse vorschreibt.

    Man kann natürlich in unmittelbarer Nähe des Übergabepunkts einen Zählerschrank stellen, in diesem recht niedrig sichern und von dort mit einem kleineren Querschnit (z.B. 6mm²) bis zum Verteilerschrank gehen. Ob's sinnvoll ist, kommt eben darauf an, welche Maschinen betrieben werden sollen. Beim Einsatz eines handelsüblichen Freifallmischers und ggf. etwas Beleuchtung kann da natürlich mit Abstrichen geplant werden, wenn z.B. eine große Steinsäge benutzt werden soll, ist's Essig mit niedriger Absicherung und folglich auch mit kleinerem Querschnitt.

    Der Querschnitt dieser Leitung wird aus den Faktoren Länge und zu liefernder Leistung berechnet. Grundsätzlich soll auch noch der Spannungsfall berücksichtigt werden, aber nach dem Zähler ist das Dein Problem und man kann da durchaus auch von den üblichen Standards abweichen - zumindestens solange, wie man noch alle benötigten Maschinen sinnvoll betreiben kann.

    Natürlich kann man diese Leitung auch anderswo zur Miete anfragen - gelegetlich haben auch Bauunternehmer solche Leitungen am Lager.

    Alternativ kann man auch auf den Baustromanschluß verzichten und einen Stromerzeuger benutzen - muss man gegenrechnen.

    Übrigens: eBay ist voll von gebrauchten Baustromleitungen, dort werden teils stattliche Preise für derartige Dinge erzielt. Soviel zur weiteren Nutzung der Leitung nach Ende der Baumaßnahme. Davon, die Leitung bei eBay zu kaufen, rate ich im Übrigen ab - niemand weiss, welche Schäden so eine gebrauchte Leitung hat, das kann übel in den Bereich "gezahltes Lehrgeld" gehen...


    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz
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  5. #4

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    Wenn Du es kaufst und hinterher nicht mehr brauchst -> Ebay oder Altmetallhändler!

    Oder malmit dem EVU sprechen, ob die eine Energiesäule oder gleich den richtigen Anschluß herstellen und in den Baustromkasten einspeisen!
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  6. #5

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    Also hier bei uns im Baugebiet sind Entfernungen bis zu 100 m von der Baustelle zum Baustromverteiler der Stadtwerke hinzunehmen.
    Üblicherweise stellt der Elektriker seinen Baustromkasten direkt neben den Verteiler und der Bauherr/BU/wasauchimmer zieht jeden Morgen brav die Kabeltrommel bis zur Baustelle. Gleiches gilt für Bauwasser...
    Baustrom+Bauwasser direkt auf dem Grundstück ist eher unüblich, da mit Mehrkosten verbunden.
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  7. #6

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    Ein vorgezogener Netzanschluss d.h. Baustrom direkt auf dem Grundstück, hat mich ca. 500€ gekostet. So liegt der Strom schon auf dem Grundstück.

    Der Verteiler war in unserem Fall gar nicht so weit weg aber mit Strassenquerung und empfindlichen Nachbarn ("wenn unsere Kinder das Kabel anfassen") ist es der bessere Weg. Unser Anschluß hatte fast 2000€ Zusatzaufwand gekostet nach Angebot Elektriker.
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  8. #7

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    bei uns in Österreich ist es sowieso üblich, dass der HAK gleich mal an der Grundstücksgrenze gesetzt wird.
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  9. #8
    Avatar von Flocke
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    Bei zu großen Leitungslängen geht die Leistung vieler Arbeitgeräte in die Knie. Mit über 100m Leitunglänge und Kabeltrommel würden meine Einblasmaschinen nicht mehr richtig funktionieren. Auch ein Dachdeckerlift ist auf ein max. Leitungslänge von 50 m ausgelegt. Gibt es keinen Baustrom bin ich weg.
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  10. #9

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    Die Leitungslänge ist weniger das Problem, sondern der dafür benötigte Leiterquerschnitt. Das gibt nachher Kabeltrommeln die man nur noch mit einem Bagger bewegen kann.
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  11. #10

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    Ich wollt ja nur schreiben, was bei uns üblich ist...
    Hierzulande werden die Versorgunganschlüsse aufs Grundstück erst dann gelegt, wenn klar ist, wo es tatsächlich hingehen soll.
    Und wenn das Haus samt Türen + Fenster und Innenputz steht. (Vandalismussicherheit).
    Meist liegen die Anschlüsse nachher in der Auffahrt, da ist so ein temporärer Baustromverteiler schwer zu setzen (erhöhter Tiefbauaufwand für An-die-Seite-legen, späterer Rückbau usw.).
    Aber: muss ja nicht bedeuten, dass das anderswo nicht einfacher gehandhabt wird.
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  12. #11

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    Hallo zusammen,

    folgende Situation bei uns: Es geht um den Baustromanschluss für die Errichtung eines massiven EFH (kein dauerhafter Kran vor Ort, nur die LKW-Krans für Decken etc.).

    Der nächste Verteilerkasten an der Straße ist rund 60m entfernt. Nun ist die Info des Elektrikers, dass er bei uns einen Baustromkasten aufstellt, dieser jedoch mit einem H07RN-F 5x16 Starkstromkabel angeschlossen werden muss. Dieses hat er nicht und möchte er auch nicht kaufen, um es zu verleihen, sondern wir sollen es kaufen. Ein Angebot des Elektikers liegt noch nicht vor. Nun habe ich einmal recherchiert und es hat mich aus den Socken gehauen, was 60m von diesem Kabel kosten (600 - 1000 €). Noch dazu, da man das niemals wieder (als Privatmann) verwenden kann.

    Meine Frage nun: Was könnte man zur Kostenersparnis tun? Muss es solch ein massives Kabel (16 Quadrat?) sein, um einen Betonmischer und andere Geräte des Rohbauunternehmens anzuschließen? Ist es üblich, dass der Bauherr diese Kabel kaufen muss? Oder sollte ich bei einem anderen Elektriker wg. des Kabels anfragen?
    Erstmal in die TAB deines EVU schauen. Dort stehen evtl. Maximallängen für den Anschluss vorübergehend genutzter elektrischer Anlagen drin (M-TAB von 2007/2011 sieht wohl max. 30m vor).
    Das hiesse dann, es wird ein Zählerschrank in Nähe des Verteilerkastens gestellt und ein Anschlussschrank auf deiner Baustelle. Leitungsverluste dazwischen traegst du. Günstiger wäre es, wenn dein Elektriker gleich deinen Hausanschluss beim EVU in Form einer Zählersäule auf deinem Grundstück(-grenze) beantragen wuerde. An diese Zählersäule kannst du zunaechst den Baustrom, dann das Haus anschliessen lassen.
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  14. #12

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    Von einer Zähleranschlußsäule würde ich heute selbst beim EFH abraten (zu unflexibel, was z.B. Eigenerzeugungsanlagen oder Einliegerwohnung angeht).
    Aber eine reine Hausanschlußsäule zu bestellen und diese schon vorab an die Grundstücksgrenze setzen zu lassen (an einer Stelle, wo sie den Bau nicht stört und auch später verbleiben kann) wäre in Deinem Fall eine empfehlenswerte Lösung.

    Den "Nordvorschlag" hingegen stufe ich als besseren Witz ein.
    Arbeitstäglich erst einmal zig Meter Baustromleitung zu verlegen und wieder einzuholen, ist einfach viel zu teuer (von den damit verbundenen technischen Einschränkungen und der enormen Beschädigungsgefahr ganz zu schweigen).
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  15. #13
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    Manche EVU legen auch die Leitung mit Längenzuschlag ins Grundstück. Daran kann direkt der Baustromverteiler angeschlossen werden.

    Aber man beachte bei der Lösung: Querschnitt der Anschlussleitung vs. Klemmen im Baustromverteiler. Ist der Kran geeignet, dann kein Thema.

    Risiko ist, dass jmd doch den Kringel erwischt - kostenmäßig eine Muffe setzen.
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