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  1. #1
    Avatar von meisterLars
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    Pflasterbettung und Fugenmaterial

    Moinsen!

    Ich steh grad vor dem Problem, das Pflaster eines Supermarktparkplatzes partiell sanieren zu dürfen.

    Nach Aufnehmen des alten und teilweise zerstörten Pflasters stellte sich folgende Situation:
    Bettungsmaterial teils 0-5, teils 2-5 und teils ein Gemisch, das Aussieht wie 1-3+Sand .

    Das Pflaster (Uni Coloc von B...) hat sich verschoben, so dass es einerseits knirsch voreinander liegt und sich andererseits größere Fugen gebildet haben.

    Die Bettung war hoch verdichtet und an einer Stelle war trotz fehlendem Niederschlag in den letzten Tagen/Wochen kletschnass. Anscheinend auf Grund des hoch verdichteten Bettungsmaterials (hier:0-5) konnte zwar Wasser irgendwann mal durch die Fugen laufen, dann aber nicht mehr ablaufen.



    Mir stellt sich jetzt die Frage, welches Bettungs- und Fugenmaterial in diesem Fall ideal wäre.

    Mal rumgehorcht bei Berufskollegen und weiteren fachlich geeigneten Menschen und trotzdem nicht weiter gekommen.
    Von 2-5 über 0-5 und 0-8 als Betungsmaterial zu Steinsand, Brechsand, Splitt1-3 für die Fugen hab ich fast alles gehört. Ich bin momentan schon am überlegen, ob nicht eine "modifizierte Zementfuge (Herstellerangabe)" als Fugenmaterial sinnvoll ist, um dauerhaft das Wasser aus der Bettung rauszuhalten.
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  2. Pflasterbettung und Fugenmaterial

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  3. #2

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    (Uni Coloc
    Die Bettung war hoch verdichtet
    hallo
    von den uni-coloc kenn ich das problem jetzt nicht explizit.(obwohl ich die auch schon verlegen ließ und da fahren 12T-lkw drüber.
    vermutlich ist das recycling-material (ohne güteüberwachung) mit zu geringer körnung.
    ich hatte das gleiche problem, letzten sommer an einem supermarkt. dort haben sich die steine (Doppel-T-Steine) auch durch die lenkbewegungen der räder in teilbereichen verschoben und die steine haben beim drüberfahren geklappert. durch das verschieben, kanten die steine und das fugenmaterial gerät ungleichmäßig unter die steine.
    recycling wurde durch 0-32mm mineralgemisch ersetzt und dem verlegebett aus edelsplitt (5mm körnung) wurde 1:6 zement als trockenmischung beigemischt (mehrkornbeton), fugenverfüllung mit bitumenbrechsand unter benutzung einer leichten rüttelplatte und ständigem kehren.
    toi toi bis jetzt liegt die fläche noch top.

    gruss aus de pfalz
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  4. #3
    Avatar von alfredromeo
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    Die Suche nach dem Ei des Kolumbus... Irgendwie kenne ich keine/kaum eine Pflasterfläche, welche unter Verkehrslasten steht, die nicht irgendwann anfängt zu klappern oder zu verschieben. Wir haben in letzter Zeit häufig gepflasterte Flächen, bzw. Querriegel aus Pflaster in Straßen aufgenommen und asphaltiert.
    Über die Bettung haben wir in dem anderen thread ja diskutiert. Gibt viele Meinungen und Erfahrungen. Ich meine, 0/5er Bettung (Brechsand/Splitt) und das Pflaster ordentlich eingeschlämmt (nicht trocken eingekehrt wie oftmals zu sehen), macht die Fugen dicht und sollte dauerhafter sein. Wichtig ist aber auch das Gefälle. Gerne wird ja bei Märkten auf das Regelgefälle verzichtet, um den Kunden ein "angenehmes" Schieben der Einkaufswagen zu ermöglichen.

    Teile uns doch mal Deine Lösung mit und halte uns auf dem Laufenden:-)
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  5. #4
    Themenstarter
    Avatar von meisterLars
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    Wir versuchen es jetzt mit folgender "Lösung":

    Bettungsmaterial Diabas 0-5
    Fugenmaterial Diabas 0-2

    Die "modifizierte Zementfuge" haben wir nach einem ausführlichen Gespräch mit dem Anwendungstechniker des Herstellers, der das hauptsächliche Einsatzgebiet seines Materials bei Natursteinfugen sieht ("Kann funktionieren, da kann ich dir aber keine Garantie drauf geben"), wieder vergessen.
    Das wäre letztlich auch für nen Versuch, bei dem keiner weiß, wie lange es hält, zu teuer geworden...

    Von daher:

    Wer nicht wagt der nicht gewinnt
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  6. #5
    wasweissich
    Gast
    genau da ist der hase im pfeffer . discounterparkplätze werden mit billigstoberbau erstellt , also RC mit viel feinanteil , also schnell wasserundurchlässig

    dann kommt kalksteinbrechsand 0/5 der macht den rest dicht .

    dann wird das zeug maschinenverlegt , ohne vernünftige fuge zu rücken . hauruck bisschen schmiersand eingefegt und die eröfnung ist morgen früh...

    und als sahnehäubchen wird mit minimalgefälle gearbeitet , mit viel glück sind es mal 2% meistens viel weniger .

    und das unglück kann seinen lauf nehmen .


    ich würde richtig fuge legen auf 2/5 oder 2/8 und mit 05 einschlämmen. vorher den "unterbau " aufbrechen und wenn geht mit mehr gefälle anlegen.
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  7. #6
    Avatar von alex2008
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    die klapprigen Steine auf den Discounterparkplätrzen sind bisweilen schon eine merkwürdige Sache.

    Ich kenn da Parkplätze ein Discounter auf der einen der andere auf der anderen Straßenseite. Einfahrt gleich breit, identischer Schichtaufbau, gleiche Steine, gebaut von der gleichen Firma mit den gleichen Subs beim verlegen. Beim einen ist fast der ganze Einfahtzsbereich und einige kritische Stellen aufm Parkplatz hinüber beim anderen nichts.
    Einen Unterschied sehe ich nur in den Fahrzeugen der Warenanlieferung und welchen Weg diese nehmen. Beim schadhaften kommen Hängerzüge mit Tandemachse, am Hänger sowie Solo, beim anderen Sattelauflieger und Solofahrzeuge.

    Und dann kenn ich noch zig Firmenhöfe die zwar wellig sind und ein Spatzenbad am anderen haben aber keine losen Steine und dass obwohl LKW fleissig darauf rangieren. Pflasterbettung tw. Sand 0/2 allerdings überall da als Pflasterstein SF

    Und da ich übers Jahr durch mit einigen Zeitarbeitern quer aus der BRD zu tun habe und man immer wieder auf das Thema kommt, keiner hat eine wirklich plausible Erklärung warum es bei Parkplätzen mal gut geht mal das Klappersyndrom in erscheinung tritt.
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  8. #7

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    Wenn es nicht das Material ist und auch nicht die Qualität der Ausführung - die Belastung aber scheinbar Einfluss auf die 'Schäden' hat, dann lohnt vielleicht ein Blick auf die Fahrtrichtungen und Lenkrichtungen auf den Flächen sowie auf die Verlegerichtung. Ich würde nicht ausschließen, dass die L-förmigen Steine lageabhängig auf die unterschiedlichen Kurvenfahrten (links - rechts) und auf Bremsen / Beschleunigen reagieren.

    Liegt das L rechtsrum und wird rechtrum gefahren werden die Steine und die Fugen anders belastet als wenn auf der gleichen Fläche linksrum gefahren wird. Soweit eine Vermutung eines Aussenstehenden.

    Da große Flächen maschinell verlegt werden muss umsomehr darauf geachtet werden, dass die einzelnen Verlegeeinheiten versetzt zueinander verlegt werden.

    Ideal wäre es, wenn unter 45° zur Verlegerichtung gefahren wird. Diese Verlegung ist aber aufwändiger und wegen der Bischofsmützen auch etwas teurer. Für Uni-Verbund und kolog / maxikolog mangelt es auch an passenden Randsteinen.

    Gruß
    Holger

    andererseits hat es die Nebenwirkung, dass es weiterhin Arbeit für Pflasterer und Baggerfahrer gibt
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  9. #8
    Themenstarter
    Avatar von meisterLars
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    In meinem Fall besteht der Unterbau aus HKS 0-45.

    Gefälle ist reichlich vorhanden.



    Hier noch ein Bild:
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  10. #9

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    Ist das Pflaster unnicoloc 8er , 10er, oder maxicoloc 12er Steinstärke?
    Nach dem Foto würde ich raten, dass es 10er sein könnte.
    Für LKW-Befahrung mit viel Kurvenfahrten, erst recht bei Doppelachshänger, fände ich die 12er passender, weil die Räder in engen Kurven eher über die Fahrbahn reiben als rollen.

    Ich hätte die Schäden eher in der stark geneigten Fläche vermutet ( nicht 100% vertikale Belastung, Ausspülungen, Transportvorgänge von Wasser u. Feinanteilen unterhalb der Pflasterfläche...).

    Auffallend sind die Verdrückungen im Bereich des Überganges vom Gefälle auf die horizontalere Fläche - auch vorne im Bild.

    Wurde die RW-Leitung schon geprüft auf mögliche Undichtigkeiten oder Eingengungen, die den Abfluss behindern?
    Wird möglicherweise noch zusätzliches Regenwasser von anderen Bereichen oder von Dachflächen / Undichten Regenfallrohren über die Fläche abgeführt, so dass die hohen Wassermengen evtl zu Ausspülungen in den Fugen führen können?

    Gruß
    Holger
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  11. #10
    Avatar von alfredromeo
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    hier Stand fast das gleiche wie von OLger
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    wasweissich
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    Die längsfugen sind in fahtrichtung?

    Warum wechselt das muster mitten drin?

    Eine mittige dreier basamentbahn würde die fläche halbieren und die sache deutlich entspannen.
    Und geregelteren wasserabfluss schaffen
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  14. #12
    Themenstarter
    Avatar von meisterLars
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    kleines Update:
    Die ganze Schose hat mit Diabas 0-5 als Bettung und Diabas 0-2 als Fugenmaterial ziemlich genau 2 Jahre gehalten.
    Jetzt fängt das Klappern wieder von vorne an...
    Zum Glück haben sich die Besitzer des Parkplatzes auf eine endgültige Lösung geeinigt: Die Fahrwege werden im Sommer asphaltiert.
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