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  1. #1

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    Welche Unterlagen werden definitiv für ein Hausverkauf benötigt??

    Guten abend zusammen,
    auch ich lese hier interessiert mit und habe einiges dazugelernt

    In der Vergangheit habe ich mein Elternhaus aufgestockt (aufstocken lassen) und ein weiteres zum Restaurieren gekauft.
    Bin aber doch eher ein erfahrener Laie.

    Jetzt zum Sachverhalt:
    Wir haben das Häuschen unseres Vaters geerbt und möchten es jetzt verkaufen.
    Es haben sich nette Käufer gefunden, wir sind uns über (fast) alles einig:
    Der Grundriss ist 9 x 10 mtr (Keller hangseits, mit zwei Zimmer vorneraus /Erdgeschoss/Dachgeschoss, nicht ausgebaut).
    Das nicht ausgebaute Dachgeschoss birgt jetzt Probleme:
    Laut Baugenehmigung sollte da eine Art Betondecke verbaut werden, tatsächlich hatte mein Vater eine Holzbalkendecke verlegen lassen.
    Darüber lassen sich nun keine statische Unterlagen finden. Die Käufer sind nun verunsichert und wollen eine Sicherheit, dass das ausgebaut werden kann. Oben ist ein Balkon mit Glasfront vorhanden.
    Ein von den Interessenten beauftragter Architekt war bei der Besichtigung dabei und gab erst sein okay für den Ausbau, zog das aber wieder zurück, es müsse doch Pläne geben. Ich habe aber nichts. Ich gab auf Wunsch der Kaufinterssenten dem Architekten eine Vollmacht,damit er beim Bauamt alle erforderlichen Infos erhalten kann. Das war aber ergebnislos. Einen Statiker wolle man aus Kostengründen nicht beauftragen, der Architekt hat aber schon Stunden mit Recherchen verbracht, inkl. Suche nach dem alten Statiker (Haus ist 30 Jahre alt!) Der ist inzwischen verstorben, also sucht er nach dessen Sohn. Warum weiss ich nicht. Ich empfahl den Kaufenteressenten dringend einen anderen Fachmann zu suchen, der sich die Decke ansieht und seine Meinung dazu nennt.
    Es ist eine offenen Holzdecke, man sieht sehr schön den Zustand Stärke Spannweite der Balken. Daraus müsste sich doch kostengünstig eine Statik erstellen lassen.
    Zudem wollen die Käufer das Haus komplett umbauen (in Eigenleistung) und benötigen dazu sowiso einen Statiker, da tragende Wände bei der Aktion betroffen sind. Nofalls, so sagte ich, könne man ja noch "Angstbalken" verbauen, es wird ja eh alles aufwändig umgebaut.

    Was wird für den gesetzlich Verkauf benötigt (ausser das was der Notar möchte, das ist geklärt), also Papiere, Genehmigungen?
    Was sollte man den Käufern raten?
    Ich möchte jeden Ärger vermeiden und lieber verzichte ich auf den Verkauf auf die Schnelle...
    Danke für die Mühe vorab
    Gruß
    Dirk
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  2. Welche Unterlagen werden definitiv für ein Hausverkauf benötigt??

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    "Brauchen" tust m.E. nicht mehr als der Notar verlangt.

    Was der Käufer "will" steht auf einem anderen. Kaufpreismaximierend ist i.d.R. die gewünschten Unterlagen auf Wunsch vorzulegen.
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  4. #3

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    Es ist eine offenen Holzdecke, man sieht sehr schön den Zustand Stärke Spannweite der Balken. Daraus müsste sich doch kostengünstig eine Statik erstellen lassen.
    Die Balkenköpfe aber sieht man z.B. nicht - ähnliches Problem hatten wir in unserem Altbau auch: von innen sieht die Holzbalkendecke top aus, aber! a) die Balkenköpfe waren teilweise angegriffen, wo sie auf dem Mauerwerk auflagen und b) von oben (also unter dem Fußboden) waren teilweise auch Schäden. Gut, unser Altbau ist fast 150 Jahre älter, aber das Prinzip ist das gleiche: Um sagen zu können "Die Decke hält" muss der Fachmann im Zweifel mehr sehen können, als das was der Laie vom Sofa aus sieht...
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  5. #4

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    Hallo,

    wenn man zwingend zum Verkauf eine Statik vorlegen müsste dürfte ein Großteil der Altbauten nicht verkauft werden. Bei meinem Haus habe ich beim Verkauf Null Bau-Unterlagen bekommen. Für den Bauantrag für die Sanierung wurde dann das Haus neu eingemesen und für die umzubauenden Teile eine neue Statik gerechnet. Alles kein Problem, und das Haus ist beinahe 100 Jahre älter als das deines Vaters.

    Warum man einen Architekten mitnimmt aber dann am Statiker spart verstehe ich nicht. So teuer ist das nun beim besten Willen nicht. Aber das ist nicht deine Sache. Du könntest natürlich auf deine Kosten einen Statiker beauftragen, aber ich würde das eher nicht machen. Ich würde den Käufern jetzt auch nicht mehr raten als sich einen Statiker zu nehmen und rechnen lassen.

    Was die Ausgestaltung des Kaufvertrags angeht ist dein Ansprechpartner der Notar oder ein Anwalt.
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  6. #5

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    hallo
    bei den wenigsten umbauten die ich gemacht (50-70 jahre) habe war eine verwertbare statische berechnung vorhanden.
    ohne ortsbesichtigung, egal aus welchem jahr geht garnichts.
    erst dann kann man über preise reden.

    gruss aus de pfalz
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