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Abdichtung Bodenplatte gegen Dampfdiffusion

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  1. #1

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    Abdichtung Bodenplatte gegen Dampfdiffusion

    Guten Tag zusammen,


    wir bauen gerade ein Zweifamilienhaus ohne Keller und haben folgendes Problem.

    Um unser Haus vor Dampfdiffusion zuschützen, wurde von unserem Bauunternehmer die Folie Gefitas pe 3/300 auf der Rohbode platte verlegt. Darauf sind elektroleitungen und Rohrleitungenmontiert worden.


    Unter den Wänden ist eine Sperrschicht verbaut an diese soll die Flächenabdichtung anschließen.
    Eine weitere Sperrschicht wurde auf der erste Mauerwerksschicht verbaut, welche sich in der Ebene Oberkante Estrich befindet.

    Nun hat unser unabhängiger Bausachverständiger bemängelt das die Folie nur bis zur Wand und nicht die Wand hochgelegt wurde.
    Wenn ich mir die Verlegeanleitung anschaue, würde ich dem sofort zustimmen.


    Unser Bauunternehmer ist der Meinung die Folie müsste nicht die Wand hochgezogen werden, da die Abdichtung nach Din 18195 Teil 4 erfolgt und dort nicht explizit gefordert wird die Folie hochzuziehen.

    Das Problem ist auch der Putz ist schondrauf und dieser geht bis zur Bodenplatte (kältebrücke?), dieser müsste eigentlich auch teilweise weggeschlagen werden.

    Nun stellt sich die frage was nun ?


    Hier ein paar Bilder


    image.jpg
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    Gruss Tobias
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  2. Abdichtung Bodenplatte gegen Dampfdiffusion

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  3. #2

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    Die Flächenabdichtung ist nur bis auf die Sperrschicht unter dem Mauerwerk zu führen. Eher wäre die Frage ob die Gefitas in der Produktliste der DIN 18195 alt. ZVDH Bauwerksabdichtung enthalten ist. Andernfalls hätte dein Bauunternehmer dich darüber aufklären müssen und du hättest der Verwendung zustimmen müssen. Bewährte Praxis ist eine G200 S4 AL Schweißbahn.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Die Flächenabdichtung ist nur bis auf die Sperrschicht unter dem Mauerwerk zu führen. Eher wäre die Frage ob die Gefitas in der Produktliste der DIN 18195 alt. ZVDH Bauwerksabdichtung enthalten ist. Andernfalls hätte dein Bauunternehmer dich darüber aufklären müssen und du hättest der Verwendung zustimmen müssen. Bewährte Praxis ist eine G200 S4 AL Schweißbahn.
    Genau so ist es. Der Bau SV hat keine ahnung. Innenputz muss bis zur Bodenplatte gehen!
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  5. #4

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    mach es so, wie der unternehmer spricht. das hochführen der abdichtung ist nicht erforderlich.
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  6. #5

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    Hi, ich würde auch gerne eine Frage stellen. Ich habe promt unseren BU gefragt wie er die Bodenlatte abdichtet. Er hat geplant eine K***f Polymerbitumenbahn zu verwenden und führt diese 15cm aufs Mauerwerk hoch. Sie wird also nicht mit der R500 die sich unter dem MW befindet verschweisst. Ist das ebenfalls in Ordnung, oder sollte ich auf eine G200 bestehen?
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  7. #6

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    Polymerbitumenbahn? Du brauchst eine Bahn mit Aluminiumeinlage und die wird nicht 15cm hochgeführt, sondern auf die R500 oder G200DD gefügt (verklebt, verschweißt). Das günstigste ist eine G200 S4 AL und diese dann im Naht und Überlappungsbereich verschweißt.
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  8. #7

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    Wäre angeblich besser und günstiger als eine Bitumenbahn. Ich habe mal die Specs aus Bausep kopiert:

    Die blitzschnelle Abdichtungsbahn......
    Katja Sprint ist die bewährte Bitumen - Abdichtungsbahn aus dem Hause Knauf. Ihre neuen Maße machen das Verlegen noch leichter: mit satten 1,25 m Breite ist eine bis zu 25% höhere Verlegeleistung möglich.

    Verarbeitungshinweis:

    Einfach ausrollen, Trennstreifen abziehen und andrücken. Die 10 cm breite Selbstklebenaht sorgt für dauerhaften Feuchtigkeitsschutz. Quellschweißmittel und offene Flammen gehören damit der Vergangenheit an. Hohe Flächenleistungen sind garantiert.

    Katja Sprint kommt als Feuchtigkeitssperre auf erdreichberührenden Böden bei aufsteigender Feuchte nach DIN18195 - 4, als Dampfsperre auf Zwischengeschossdecken und als Dampf- und Feuchtigkeitssperre gegen nachstoßende Feuchtigkeit aus Betondecken zum Einsatz.

    Eigenschaften:

    Knauf Abdichtungsbahn Katja Sprint zeichnet sich durch eine sehr hohe Dichtigkeit (sd-Wert>1500m) und eine sehr rationelle Verarbeitung mit hoher Verlegeleistung aus. Die Längsstöße sind selbstklebend und selbstabdichtend. Hierdurch sind bei der Verarbeitung weder offene Flammen noch Quellschweißmittel nötig.

    Aufgrund von der geringeren Dicke von ca. 0,9 mm ist sie sehr schnell und einfach zu verlegen und dennoch mechanisch hoch belastbar. Sie lässt sich leicht an den Untergrund anpassen.

    Überlappungen an den Stößen tragen im Vergleich zu üblichen Schweißbahnen nur geringfügig auf. Dies ist für die vollflächige Verlegung von Dämmschichten von Bedeutung. Insbesondere bei höher belasteten Estrichkonstruktionen mit steifen Dämmschichten ist eine hohlraumfreie Verlegung der Dämmschicht wichtig, was mit normalen Schweißbahnen nicht möglich ist.
    Früher hätte man angeblich Bitumenbahnen noch verwendet, heute gibt es bessere Produkte?? "O-Ton" BU
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  9. #8

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    Zum Ausgangsbeitrag stelle ich mal einen link ein und betone nochmals, das MEINE Äusserungen dazu nur meine Meinung abbilden (Sonst verklagt mich Gefinex wieder )
    Robert muss das nicht dazu sagen, den haben sie nicht verklagt.

    http://www.bau.net/forum/estrich-bodenbelaege/14659.php

    PS - Und virtuell gebe ich ne Runde aus für die Schnapszahl.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Dieter3011 Beitrag anzeigen
    Früher hätte man angeblich Bitumenbahnen noch verwendet, heute gibt es bessere Produkte?? "O-Ton" BU
    Unabhängig von den hier genannten Produkten - DAS ist Blödsinn!
    Eine Dampfsperre aus Bitumenbahnen entsprechend der DIN ist ebenso gut wie jede andere normgerechte Dampfsperre auf Basis anderer Ausgangsstoffe.
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  11. #10

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    Zum Text sage ich mal nichts, zum O-Ton des BU am besten auch nichts. Soll er machen, wenn das Produkt in der DIN 18195-2 enthalten ist dann Feuer. Ich bin Dachdecker und benutze Flamme - da mag nicht jeder mit Umgehen können
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Hallo Kalle,

    das habe ich soeben gefunden:

    Bauwerksabdichtungen
    DIN 18195 Teil 2
    Stoffe

    Wesentliche Änderungen:
    - Die Listen der zu verwendenden Bitumenbahnen, Kunststoffbahnen wurde aktualisiert und
    um Polymerbitumenbahnen und Elastomer-Dichtungsbahnen ergänzt.
    - Kunststoff-Dichtungsbahnen aus EVA, selbstklebende Elastomer-Dichtungsbahnen sowie
    kaltselbstklebende Bitumen-Dichtungsbahnen und kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen
    wurden aufgenommen.
    8 Ausführung

    Die Abdichtung von waagerechten oder schwach geneigten Flächen ist an anschließenden, höher gehenden Bauteilen im Regelfall mindestens 150 mm über die Schutzschicht, die Oberfläche des Belages oder der Überschüttung hochzuführen und dort zu sichern (siehe DIN 18195-9). Ist dies im Einzelfall nicht möglich, z. B. bei Balkon- oder Terrassentüren, sind dort besondere Maßnahmen gegen das Eindringen von Wasser oder das Hinterlaufen der Abdichtung einzuplanen.

    8.2 Abdichtung für mäßige Beanspruchung

    z. B. eine Lage Bitumen oder Polymerbitumenbahnen, falls erforderlich mit Voranstrich und Deckanstrich.
    Vielen Dank für deine Hilfe.
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  14. #12

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    Naja, zitieren kann jeder - das Gelesene muss verstanden werden! Das hast du leider nicht. Die 15cm Anschlusshöhen haben nichts mit deinem Fall zu tun - Punkt 1. Punkt 2 ist, dass es von mir aus eine Polymerschweißbahn sein kann - also keine herkömmliches Oxidationsbitumen (G200S4 z. B.) sondern dem Bitumen noch Zusätze zugemischt werden, die dann das Polymer bilden - es aber weiterhin eine Kaltselbstklebendebahn bleibt (KSK).

    Wenn man bei Umgebungstemperaturen von -3° C bis 5° C noch eine homogene Verklebung hinbekommt - na dann hopp.
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