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  1. #1

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    Gewährleistung

    Ich habe folgende Frage:
    Wir sind eine Elektrofirma und sind größtenteils mit der Installation von Neubauten (Einfamilienhäuser) beschäftigt.
    Ich habe einige Schwierigkeiten mit der Gewährleistung, ich bin mir nicht sicher wie das funktioniert. Es geht um Fälle wie z.B. Bauabnahme Februar 2006 (ohne Mängel) (Bauvertrag entweder BGB oder VOB, jetzt (Nov. 2008)ruft der Kunde an und teilte mit, dass ein Raumthermostat (Elektronischer Raumtemperaturregler-Einsatz Busch J.) defekt sei. In dem Fall war der Vertrag nach BGB abgeschlossen.
    Wie läuft es jetzt weiter?
    Muss ich das Raumthermostat ersetzen?
    Was kann ich dem Kunden in Rechnung stellen (Arbeitszeit)?
    Muss der Großhändler das Gerät austauschen?

    Kann mir jemand Hinweise geben, wo man mal so etwas nachlesen kann, was man auch versteht.
    Danke für die Hilfe!

    Line
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  2. Gewährleistung

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  3. #2

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    In dem Fall war der Vertrag nach BGB abgeschlossen.
    und die Gewährleistung? evtl. nach VOB? Was steht im Vertrag?
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  4. #3
    Themenstarter

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    auch nach BGB...
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  5. #4
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    DAnn hast eigentlich 5 Jahre nach Abnahme (VOB 4). Ob das bei Steuergeräten auch gilt?
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  6. #5
    Themenstarter

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    genau, das meine ich...5 Jahre ist schon klar..aber eben bei solchen Sachen wie Raumthermostaten, Jalousietimer etc. was ist dann?
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  7. #6

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    Was sagt dein Lieferant ?

    MfG
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  8. #7
    Themenstarter

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    noch gar nichts...war erst gestern...
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  9. #8

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    § 438
    Verjährung der Mängelansprüche

    (1) Die in § 437 Nr. 1 und 3 bezeichneten Ansprüche verjähren
    1. in 30 Jahren, wenn der Mangel
    a) in einem dinglichen Recht eines Dritten, auf Grund dessen Herausgabe der Kaufsache verlangt werden kann, oder
    b) in einem sonstigen Recht, das im Grundbuch eingetragen ist,
    besteht,
    2. in fünf Jahren
    a) bei einem Bauwerk und
    b) bei einer Sache, die entsprechend ihrer üblichen Verwendungsweise für ein Bauwerk verwendet worden ist und dessen Mangelhaftigkeit verursacht hat, und
    3. im Übrigen in zwei Jahren.
    ich sag mal 5 jahre
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  10. #9

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    Yep, 5 Jahre. Sie können den defekten Thermostaten reparieren oder durch einen neuen ersetzen. Berechnen dürfen Sie dafür natürlich nichts - das wäre ja noch schöner, wenn der Endkunde seinen "Gewährleistungsanspruch" bezahlen müßte.
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  11. #10
    Avatar von Lukas
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    Wenns aber eigentlich ne Frage der abgelaufenen Herstellergarantie ist? Die wird doch wohl nicht durch den Handwerker um drei Jahre verlängert nur, weil er das Teil montiert hat?!

    Gruß Lukas
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  12. #11

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    Generell sollte man Garantie und Gewährleistung nicht in einen Topf werfen. Garantie ist eine freiwillige Leistung entweder des Herstellers oder des Verkäufers. Die darf er beliebig ausgestalten. (z.B. 10 Jahre Garantie für ein Auto auf durchrosten, aber nur wenn das Auto bei Regen immer in der Garage geparkt wird, und nicht übertragbar auf den Käufer des Gebrauchten Autos --> wäre so legal) Gewährleistung ist vom Gesetzgeber geregelt und gilt vom Verbraucher zum Verkäufer und da gibt es auch keine Fluchtmöglichkeiten. Wenn ein Hersteller so nett ist, eine Garantie zu geben dann kann man ihm daraus keinen Strick drehen und weitere Ansprüche ableiten.
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  13. #12
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    Mann korrigiere

    mich, wenn ich falsch liege:

    § 438 BGB = Kaufvertrag, demnach müsste der Liefrant, dessen gelieferte Sache zur Herstellung/zum Einbau in ein Bauwerk üblichwerweise vorgesehen ist, für diese Sache Gewährleistung von 5 Jahren übernehmen.

    Handwerker kann sich also an Lieferanten halten.

    Handwerker hat das Werk unter Verwendung der von ihm gekauften Sache erstellt, Gewährleistung also nach § 634a (Werkvertrag) = ebenfalls 5 Jahre.

    Stimmt? oder Denkfehler?
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  14. #13
    Bauexpertenforum
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    Nö Nö ... SOOOOO einfach ist ja wohl nicht.

    Sowohl nach §13 Nr. 1 VOB/B als auch nach §633 BGB übernimmt der Auftragnehmer die Gewähr dafür, dass die Leistungen zum Zeitpunkt der Abnahme die vertraglich zugesicherten Eigenschaften hat, den anerkannten Regeln der Technik entspricht und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert und/oder die Taglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern.

    Das heisst die Ursache für den Defekt muss vor der Abnahme gesetzt worden sein.
    Die Beweislast dafür liegt nach der Abnahme (oder nach 6 Monaten) beim Auftraggeber ....

    und da kanns schwierig werden (wenn der Hersteller oder der Auftragnehmer den Mangel bestreitet ... und 2 Jahre *in Betrieb* deuten nicht unbedingt darauf hin, dass es den Mangel schon zum Zeitpunkt der Abnahme gab obwohl solche Bauteile wie hier beschrieben normalerweise länger halten) .....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    alle Spekulationen helfen nicht weiter, ich würde den Hersteller kontaktieren und dann, je nach Antwort, darüber aufregen (oder auch nicht)
    Geändert von Gipser (27.11.2008 um 05:54 Uhr) Grund: Zusatz
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  17. #15
    Avatar von Lukas
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    Ja, der Weg ist der richtige.
    Aber eigentlich sollte sowas auch irgendwo eindeutig geregelt sein oder wenigstens grundsätzlich abgeurteilt sein.

    Gruß Lukas
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