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  1. #1

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    KfW-Anteil für Notartermin abwarten oder nicht

    Hallo zusammen,

    wir haben über einen Kreditmakler einen Kredit bei DSL-Bank und KfW für das gebrauchte Haus, das wir kaufen wollen. Wir haben bereits einen Kaufvertragsentwurf erhalten und korrigiert und einen Termin zur Beurkundung am 28.12.2012. Die beiden Kreditanteile (150.000 DSL und 50.000 KfW 124) wurden wie gesagt über einen Makler beauftragt und wir haben Unterlagen, in denen immer von beiden Krediten die Rede ist, aber nicht explizit, dass sie einander bedingen. Im Grundbuch soll aber (laut DSL-Unterlage) der gesamte Betrag, also 200.000 Euro eingetragen werden.

    Nun ist es so, dass wir die schriftliche Zusage von DSL haben, aber noch keine von KfW. Das sei aber Formsache. Im Internet habe ich nun oft gefunden, dass es eben bei der KfW länger dauert. Teilweise haben die Käufer vorher den Notartermin gehabt, teilweise nicht.

    Unsere Frage nun an Leute hier beim Bauexperten-Forum, die damit bereits Erfahrung haben: Angenommen, die DSL-Bank spielt mit und der Notar auch, ist es in diesem Fall üblich bzw. nicht selten, dass man den Kaufvertrag unterschreibt, obwohl eben der KfW-Anteil noch fehlt? Oder ist das sowieso nicht möglich, weil der Notar 100% Bankzusage haben will (was aber im Internet auch anders erzählt wird, s.o.)?

    Wir wollen natürlich durch die 2-3 Wochen Wartezeit auf KfW das Haus nicht an einen anderen Käufer verlieren. Wir haben auch ein gutes Gefühl beim Makler und würden die 50.000 Euro wohl auch auf anderen Wegen irgendwie zusammenkriegen.

    Viele Dank für eure Erfahrungen!
    Peter
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  2. KfW-Anteil für Notartermin abwarten oder nicht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wenn ich das richtige sehe, dann will der Notar davon gar nichts, es kommt eher darauf an, ob der Verkäufer zustimmt, obwohl noch nicht alles Zusagen da sind. Der Notar beurkundet ja den Kauf und berät die Parteien, wird also den Verkäufer auch aufklären, was für ein Risiko ohne die Zusage er auf sich nimmt.
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  4. #3
    kappradl
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    Warum solltest du das Haus "verlieren"? Ist das so ein windiger Verkäufer?
    Ansonsten frag doch am besten den Notar. Schließlich bezahlst du den.
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  5. #4

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    @kappradl:
    Das mit dem "verlieren" kann wirklich passieren. Vier Tage vor unserem Notartermin hat der Verkäufer das Haus an einen anderen verkauft, der mehr geboten hat, ohne dass wir etwas davon mitbekommen haben. Und inzwischen habe ich schon mehr Stories dieser Art gehört...

    @littbarski:
    Wenn die DSL die Unterlagen für 200.000 € Grundschuldbestellung fertig hat, dann sehe ich da kein Problem. Vor allem wenn, wie Du sagst, Ihr das Geld auch sonst auftreiben könntet. (Für das KfW-Darlehen müssen die ja auch Eure Kreditwürdigkeit prüfen.) Damit ist die Sache ja sicher, und genauso würde ich das auch dem Verkäufer und dem Notar gegenüber darstellen.

    Beste Grüße
    gurkensalat

    P.S.: Die Bank hat bei uns nur eine Zusage über die Finanzierung, nicht über den Kaufpreis gemacht. D.h. wenn Du weniger Eigenkapital als angegeben hättest, dann würden das weder Notar noch Verkäufer bemerken. Ist aber letztlich irrelevant, da Du wahrscheinlich schadenersatzpflichtig würdest, wenn Du nach dem notariellen Kaufvertrag nicht zahlst. Und damit ist auch klar, dass Du selbst nur unterschreiben wirst, wenn Du Dir wirklich sicher bist, das Geld zu bekommen.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von kappradl Beitrag anzeigen
    Warum solltest du das Haus "verlieren"? Ist das so ein windiger Verkäufer?
    Ansonsten frag doch am besten den Notar. Schließlich bezahlst du den.
    Das dürfte sich in der Praxis wohl die Waage halten, gibt wohl genauso genügend "Käufer", die kurz vor dem Termin alles umschmeissen.....
    Denke es ist das gute Recht des Verkäufers, sich für den Käufer zu entscheiden, der den kauf am schnellsten in trockene Tücher bringen kann.

    Wäre natürlich fair, mit offenen Karten zu spielen.
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  7. #6

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    Hallo, wenn Ihr die Zusage der Bank habt, ist die Zusage der KfW tasächlich nur noch Formsache. Es handelt sich ja auch um das Wohneigentumsprogramm. Da prüft die KfW ohnehin nicht, bzw. nur Stichprobenartig. Das ist Aufgabe der durchleitenden Bank.

    Beste Grüße
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  8. #7

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    Hol dir doch einfach ne allgemeine Finanzierungsbestaetigung von der Bank ist normal gar kein problem
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Antworten. Diese haben uns sehr geholfen, einfach um einmal andere Stimmen zu hören, die einen ja auch einfach mal beruhigen können. Wir haben inzwischen den Notartermin gehabt, der Notar hat sich gar nicht um die Finanzierung gekümmert, Grundschulden kann man auch später eintragen. Allerdings haben wir eine Klausel aufgenommen, die uns einen Monat Zeit gibt, bis die Finanzierung abgeschlossen ist - bis dahin können wir zurücktreten. Allerdings würden wir vermutlich ohnehin das Haus kaufen, auch ohne KfW. Aber wir hatten nun nach dem Notartermin und euren Antworten einfach ein besseres Gefühl, auf den Kauf mit Sekt anzustoßen . In der Zusage der durchleitenden Bank hieß es auch lapidar, dass uns die KfW-Unterlagen kurzfristig in separater Post erreichen.

    Ganz grundsätzlich sollte aber m.E. eine Finanzierung mit KfW-Beteiligung irgendwie gesondert behandelt werden, da es ja dabei grundsätzlich noch schiefgehen kann (wenn auch unwahrscheinlich, wahrscheinlicher aber bei den Sanierungsprogrammen). Also eigentlich müsste es da in den Notariaten auch bestimmte Satzbausteine geben, zu denen man proaktiv den Käufern rät.

    Wie gesagt, Vertrag ist unterzeichnet, Hauptzusage der Bank ist da, nur KfW fehlt noch.

    ---
    Ach so: Wir erhielten nun aber einen Anruf eines Architektenbüros aus Bayern, dass man das Haus noch besichtigen will. Ich habe gesagt, dass das doch wenig Sinn hat, da wir die Zusage bereits haben. Aber man will es in jedem Fall machen, allerdings "ohne zu schätzen". Vielleicht hat der eine oder andere von euch hierzu noch eine Erfahrung beizusteuern, wenn auch bei euch einmal eine Bank nach der Zusage noch besichtigen wollte? Um was für eine Bankenauflage geht es da? Kann daran wirklich noch die Auszahlung scheitern? (Im Kreditantrag war die Besichtigung Bedingung für die Bewilligung des Antrags, jetzt steht es als Bedingung der Auszahlung dabei....)

    Also nochmals vielen Dank und vielleicht hat jemand etwas zu der "nachträglichen" Besichtigung zu sagen.

    Viele Grüße!
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  11. #9

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    Hallo
    bei der DSL Bank AG ist es normal, dass jede Immobilie besichtigt wird. Unabhängig davon ob das Haus schon gekauft ist oder nicht. Es geht um die Überprüfung der Bauunterlagen, und dass das Haus - welches man auf dem Foto sieht - auch wirklich das Haus ist wo dann da steht. Sicherlich ist es so, dass die DSL Bank - und auch andere Banken - ab einer Grenze von EUR 25.000,00 oder EUR 50.000,00 die Immobilie besichtigt.
    Wenn nun etwas am Haus ist, was nicht bekannt ist, dann gibt es Rücksprache bei Ihnen. Rechtlich ist das auch natürlich ein Punkt dass das ganze scheitern kann. Es kommt aber darauf an wie es im DSL Auszahlungsbrief steht. Es gibt Wertgutachten aber auch nur normale Besichtigungen. Ich gehe davon aus, dass es hier eine normale Besichtigung bei Ihnen ist. Sollte also alles normal ablaufen.
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