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  1. #1

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    Fassadendämmung

    Hallo,
    ich möchte gerne meine Fassade dämmen lassen. Das Haus wurde um 1900 gebaut.
    Ich möchte gerne wissen wie der richtige Aufbau aussehen sollte und welches Material man nehmen sollte, die Stärke usw.
    Nach einigen lesen im Internet stehen ich vor der Frage ob ich Steinwolle oder Neopor nehmen soll.
    Der Aufbau sieht im moment so aus:

    Trockenbauwand (keine Dämmung von Innen)
    24cm Ziegelwand
    Aussenputz

    Daher würde ich gerne eure Ratschläge hören.
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  2. Fassadendämmung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Und wie immer: Was ist das Ziel und deine Wünsche die du damit verbindest?
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  4. #3
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    Eine bessere Wärmedämmung, verbesserter Schallschutz wäre auch nicht verkehrt und eine schöne saubere Fassade.
    Oder was meinst du?
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  5. #4

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    Mal ganz grob gesagt: In meinen Augen bringt die Fassadendämmung nur etwas, wenn der Rest dazu passt. Dach, Fenster evtl. Heizungsanlage.

    Wenn du Schallschutz fokusierst, dann sollte Steinwolle die bessere Variante seien, wird aber höchstwahrscheinlich teurer werden. Wenn dir die Optik wichtig ist und du etwas investieren willst, dann kann man eben alternativ noch über andere Dinge nachdenken als die Putzfassade auf einem WDVS.

    Generell: Ein Planer deines Vertrauens dürfte dich eingehend, unter Bezahlung, beraten können.
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  6. #5
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    Fenster wurden 2008 neue eingebaut und Dach wurde 2009 gemacht. Komplett mit Dämmung usw.
    Das Steinwolle teurer als z.B. Neopor ist mir bewusst, aber ich möchte es einmal richtig machen.Da denke ich sollte man auch nicht an der falschen Stelle sparen.
    Was wären noch alternativen zu einem WDVS?
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  7. #6

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    Man könnte auch eine Vorständerung realisieren mit Vorhangfassade. Wirklich Vorteile hat das System nicht, ist vermutlich am teuersten, relativ aufwendig aber eine alternative für Jemand der eben kein EPS oder ähnliches an seiner Hauswand haben will. Du kannst so eine Variante besser optisch gestalten. Wobei man ehrlichweise dazu sagen muss, dass die Einsparung über die Dämmung so eine Fassade nicht effektiv wirtschaftlich aussehen lassen.

    Will man aber seinem Haus eine neue Optik spendieren, mit Akzenten arbeiten usw und eben nicht Putz oder Riemchen haben, dann bietet die Variante eine Alternative. Betrachtet man aber nur den Aspekt "Einsparung durch Dämmung" dann steht das wohl ganz weit hinten. Vorteil mag auch seien, dass man solche Dinge tendenziell auch bei tiefen Temperaturen erstellen kann, das man hier nicht zwangsläufig auf Klebemassen angewiesen seien muss. Je nach Last könnte ein Fundament aber sinnvoll und ratsam seien. Sowas klärt die eigene Planung aber am Ende.
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  8. #7

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    vieles ist möglich. Man kann Holzfassade mit Putzfassade kombinieren oder andere Materialien einbauen. Bis zur Metall- oder auch Natursteinfassade. Oder Klinker, wenn regionaltypisch.
    Es muss halt zum Charakter des Hauses passen, das kann aber nur jemand beurteilen, der das Haus kennt und gestalterische Ahnung hat.

    vorher muss geklärt sein, ob nicht Schäden vorhanden sind. Feuchte oder Risse oder sonstiges. Wenn ja, müssen diese zunächst behoben werden. Nur im Ausnahmefall kann man ohne umfassende Sanierung von leichteren Auffeuchtungen geringfügig die Dämmung verbessern.
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  9. #8
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    In der Fassade ist ein Etwas größerer Riss wo man eh was machen muss.
    Die Vorbesitzerin hatte Problem mit Feuchtigkeit in der Küche.
    Sie hat aber nicht gelüftet und nicht geheizt. Dort haben wir dann den kompletten Putz abgemacht.
    So wie im restlichen Haus auch. Danach waren nirgendwo mehr feuchte Stellen am Mauerwerk.
    Gibt es bei einem WDVS mit Neopor Nachteile gegenüber Steinwolle?
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  10. #9

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    WDVS zumindest mit Styropor kann dir den kompletten Schallschutz versauen! Wenn dir SChallschutz wichtig ist dann lass es bleiben, WDVS sorgt schnell dafür, das gewisse Frequensbereiche ins Haus übertragen werden wie durch ein Trommelfell (Nicht immer, aber schon mehrfach erlebt das danach Regen und andere Geräusche richtig heftig übertragen wurden)

    Dann bleibt dir für eine Putzfassade aber noch eine Vorhangfassade. Ist halt etwas teurer, ich weiß net ob das ein normaler Putzer überhaupt kann...

    Montage können aber z.B. Zimmereien oder Dachdeckereien
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  11. #10

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    Moin,

    oder eben schön zweischalig mit Verblendern. Ist aber mal nicht eben so gemacht. Und günstig ist es auch nicht.

    Tom
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Basti87 Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich möchte gerne meine Fassade dämmen lassen. Das Haus wurde um 1900 gebaut.
    Ich möchte gerne wissen wie der richtige Aufbau aussehen sollte und welches Material man nehmen sollte, die Stärke usw.
    Nach einigen lesen im Internet stehen ich vor der Frage ob ich Steinwolle oder Neopor nehmen soll.
    Der Aufbau sieht im moment so aus:

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    Daher würde ich gerne eure Ratschläge hören.
    Wie tief sitzen die Fenster in der Leibung?

    Du musst daran denken, dass Du die EnEV einhalten musst. Bei Deinem Wandaufbau (U-wert wohl irgendwas um 1,5W/m2K, kann auch höher liegen, das kann man aus der Ferne nicht so genau sagen) läuft das auf etwa 14cm Dämmung in WLG035 hinaus oder 12cm in WLG032. Damit erreichst Du gerade so die Anforderungen der EnEV. Sitzen die Fenster tief in der Leibung, dann muss man aufpassen, dass sich diese nicht in Schießscharten verwandeln. Das trifft vor allen Dingen auf kleine Fenster zu. Muss die Dämmstärke reduziert werden, dann hilft nur noch Material mit besserer WLG, und das geht erst einmal in´s Geld. Aber selbst damit kann man die Dämmstärke nur schwer unter 10cm bringen. Zudem ist die Auswahl zugelassener WDVS mit solchen WLG gering.

    Das muss man auch beachten wenn Steinwolle (schlechtere WLG?) oder eine Vorhangfassade zum Einsatz kommen sollen. Sonst hat man nicht nur viel Geld investiert, sondern auch noch eine bescheidene Optik oder kaum Sonnenlicht in den Zimmer. Rechne mal wie tief die Leibung wird wenn eher schlecht wärmedämmende Steinwolle zum Einsatz kommt und eine Vorhangfassade.
    Natürlich könnte man die Fenster wieder ausbauen und nach außen setzen, aber wer will das bezahlen?

    Spielt die Schalldämmung eine Rolle, dann sollte man sich die Schalldämmeigenschaften der Materialien genauer anschauen, insbesondere den Frequenzverlauf. So gibt es beispielsweise Neop. das bewusst auf höhere Schalldämmung getrimmt wurde, aber auch ohne dass man hier eine spezielle Ausführung nimmt, werden die Schalldämmeigenschaften in den meisten Frequenzbereichen verbessert. Google liefert die entsprechenden Kurven.

    Also, zuerst mal Bestandsaufnahme. Wandaufbau präzisieren, Wandfläche, Fenster, Leibung usw. usw. Dann kann man grob die möglichen Einsparungen überschlagen, und letztendlich kannst Du ausrechnen wie sich die Investition darstellt. Es wäre auch möglich, dass in diesem Zusammenhang eine stärkere Dämmung von Vorteil wäre (nur geringer Aufpreis), oder man macht nur das Notwendigste usw.
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  13. #12

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    @ R.B. : Sehr schön und objektiv beschrieben. Was nützt mir die schönste Vorhangfassade, wenn ich mir durch einen recht dicken Aufbau die Optik versaue?
    Jede Variante hat seine Vor- und Nachteile.
    So manche Variante läßt sich u. U. gar nicht realisieren, da die schlechtere WLG bzw. der Aufbau so stark aufträgt, daß Nachbarschaftsbelange (Grenzbebauung) oder etliche Zusatzmaßnahmen (Dachüberstand, Fenster zu tief in Laibung, Fallrohre, etc.) die Sache unmöglich oder viel zu teuer machen.
    Viele Handwerker hier vertreten nur ihr Gewerk, vergessen aber, daß oftmals viele weitere Maßnahmen anstehen, die Geld kosten. Und nicht jeder kann bei jedem Gewerk immer die teuereste Variante nehmen.
    Abwägen ist hier angesagt.
    Ich hab mich auch für Neopor entschieden. Eine Verschlechterung der Schalldämmung kann ich nicht feststellen. Ob die Fassade schneller veralgt kann ich noch nicht beurteilen, ich weiss nur, daß wir Zeiten hatten, da war die massive Wand (Wetterseite) recht schnell schwarz.
    Holzverschalung sieht zwar gut aus, muß aber auch immer gut gepflegt werden und alle paar Jahre schleifen und streichen - nein danke.

    Gruß
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Siedler Beitrag anzeigen
    Holzverschalung sieht zwar gut aus, muß aber auch immer gut gepflegt werden und alle paar Jahre schleifen und streichen - nein danke.

    Gruß
    Ein weit verbreiteter Irrglaube... Wie überall ist die Planung unerlässlich und wie so oft hängt es stark davon ab wie weit die Gehirnumdrehungen bemüht werden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Außerdem kommt es zusätzlich auf die Einstellung zum Holz an. Wenn man unbedingt mit Chemie dem Holz eine Eigenschaft abringen will, was es eigentlich nicht hat, dann kommt es so wie Siedler es beschrieben hat.
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  17. #15
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    @ R.B. im Moment sind die Laibungen 15 cm tief. Die Schalldämmung steht nicht an erster Stelle. Es muss im ganzen halt machbar sein. Falls der Schallschutz dadurch etwas schlechter ausfallen sollte, dann muss ich das in Kauf nehmen
    Mit Fallrohren, Nachbarn ect. gibt es keine Probleme.
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