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  1. #1

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    Frage zu Forward Darlehen

    Guten Morgen,

    kurze Frage:

    Wenn ich mir die Zinskurve anschaue, dann könnten Forward Darlehen aktuell bereits eine Möglichkeit darstellen, sich das Zinsänderungsrisiko in 5 Jahren für 10/15 Jahre abzusichern.


    Ich habe noch keine Angebote angefragt, weil mir das eben erst aufgefallen ist. Kennt Ihr Banken, die so etwas machen? Bisher habe ich nur von 2-3 Jahren gehört.

    Danke & Gruß

    Battie


    PS: Meine Zinsmeinung beeinflusst die Entscheidung für oder wider einen Forward.
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  2. Frage zu Forward Darlehen

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  3. #2

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    Mir ist keine Bank bekannt, die Forwards für 5 Jahre macht, was aber nicht heißt, dass es die nicht geben mag.

    Ob der dann bestehende Zinsaufschlag allerdings noch rentabel ist, wage ich zu bezweifeln. Da müsste der Zins schon mächtig steigen.

    Am Ende ist es ein reines Rechenexempel.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von toxicmolotow Beitrag anzeigen
    Mir ist keine Bank bekannt, die Forwards für 5 Jahre macht, was aber nicht heißt, dass es die nicht geben mag.

    Ob der dann bestehende Zinsaufschlag allerdings noch rentabel ist, wage ich zu bezweifeln. Da müsste der Zins schon mächtig steigen.

    Am Ende ist es ein reines Rechenexempel.
    Habe jetzt gerade was mit 60 Monaten Forward gefunden...ich muss mir aber noch mal anschauen, wie sich das genau berechnet. So ganz verstehe die Formel noch nicht.

    SoTi möglich bis 10%
    Tilgung 4%
    10 Jahre fest zu 2,84%
    50% Beleihung
    Finde ich nicht so schlecht, zumal sich mein aktueller Zinssatz um rund 25% reduziert.

    Gegen die heutigen Zinsen ist das verdammt teuer, aber ich halte 3% auf 10 Jahre (in 5 Jahren) zumindest nicht für unrealistisch.

    Mein Risiko ist eher, dass es durchaus möglich ist, dass ich deutlich weniger Kredit oder gar keinen mehr benötige.
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  5. #4

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    Ab wann gelten die 10 Jahre Zinsbindung denn? In der Regel gelten die an heute für die nächsten 10 Jahre. Sprich du sicherst dir die Kondition nur für 5 Jahre.

    Und deinen aktuellen Zins wirst du ja noch nicht los.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von toxicmolotow Beitrag anzeigen
    Ab wann gelten die 10 Jahre Zinsbindung denn? In der Regel gelten die an heute für die nächsten 10 Jahre. Sprich du sicherst dir die Kondition nur für 5 Jahre.

    Und deinen aktuellen Zins wirst du ja noch nicht los.
    in 5 Jahren für 10 fix. Das wäre dann mein Anschlussdarlehen.
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  7. #6

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    Naja, einen 15 Jahres-Forward (also heute abschließen und dann in 5 Jahren weitere 10 Jahre fix) zu 2,84 % ist jetzt nicht so schlecht, ob du dir allerdings zutraust, die Zinsentwicklung richtig einzuschätzen kann ich nicht beurteilen.

    Ein heutiger 15 Jahres-Kredit liegt bei knapp über 2,00%, sprich du hast grob 80BP Differenz zu heute, bei 60 Monaten ist das ein Monatsaufschlag von 1 1/3 BP. Das ist wirklich nicht viel für die Laufzeit. Der Schuss kann allerdings genau so gut nach hinten losgehen, weil das Zinsniveau weiter sinkt oder einfach nur so bleibt wie es ist, bzw. nur maximal eben um mehr als 120BP (10 Jahres Kredit) steigt.

    Also Gretchenfrage: Denkst du, dass der 10 Jahres-Zins bis 2019 auf mehr als 1,2% auf 2,8% steigt? Dann machen, sonst sein lassen.

    PS: In der Vergangenheit war diese Zinsentwicklung auf einen 5 Jahres-Shift in der Minderheit, kam aber schon vor.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von toxicmolotow Beitrag anzeigen
    Naja, einen 15 Jahres-Forward (also heute abschließen und dann in 5 Jahren weitere 10 Jahre fix) zu 2,84 % ist jetzt nicht so schlecht, ob du dir allerdings zutraust, die Zinsentwicklung richtig einzuschätzen kann ich nicht beurteilen.
    Das ist natürlich geraten. Aber die Entscheidung erklärt sich wie folgt:

    Ich kann heute bereits einen Zinssatz bekommen, der knapp 100 BP niedriger ist als mein aktueller.
    Das Risiko ist, dass der Zinssatz über die 2,84 steigt.
    Blicke ich 5 Jahre zurück... 3,75% für 10 Jahre.

    Ein heutiger 15 Jahres-Kredit liegt bei knapp über 2,00%, sprich du hast grob 80BP Differenz zu heute, bei 60 Monaten ist das ein Monatsaufschlag von 1 1/3 BP. Das ist wirklich nicht viel für die Laufzeit. Der Schuss kann allerdings genau so gut nach hinten losgehen, weil das Zinsniveau weiter sinkt oder einfach nur so bleibt wie es ist, bzw. nur maximal eben um mehr als 120BP (10 Jahres Kredit) steigt.
    Dann habe ich mich zwar schlechter gestellt, zahle aber immer noch deutlich weniger als in meinem laufenden Kredit. Ist also kein wirkliches Risiko für mich. Mein gefühltes Risiko ist, dass ich deutlich mehr zahlen muss.

    Also Gretchenfrage: Denkst du, dass der 10 Jahres-Zins bis 2019 auf mehr als 1,2% auf 2,8% steigt? Dann machen, sonst sein lassen.
    PS: In der Vergangenheit war diese Zinsentwicklung auf einen 5 Jahres-Shift in der Minderheit, kam aber schon vor.
    Ja, ich denke, dass wir wieder Zinsen im Bereich 4% sehen werden.
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  9. #8

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    Die Entscheidung ist voll und ganz nachvollziehbar, aber ich würde das mögliche Angebot bis zum Ende mit der entsprechenden Bank durchexerzieren inkl. Beleihungswertermittlung und allem was dazu gehört, die Zinsentwicklung aber weiter beobachten und erst dann zuschlagen, wenn es nach einer deutliche Steigerung des Zinsniveaus aussieht. Das sehe ich zur Zeit überhaupt nicht. Eher weiter eine Seitwärtsbewegung.

    Bedenke bitte auch, dass "bergab" immer schneller ging als "berauf" in der Vergangenheit.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von toxicmolotow Beitrag anzeigen
    Die Entscheidung ist voll und ganz nachvollziehbar, aber ich würde das mögliche Angebot bis zum Ende mit der entsprechenden Bank durchexerzieren inkl. Beleihungswertermittlung und allem was dazu gehört, die Zinsentwicklung aber weiter beobachten und erst dann zuschlagen, wenn es nach einer deutliche Steigerung des Zinsniveaus aussieht. Das sehe ich zur Zeit überhaupt nicht. Eher weiter eine Seitwärtsbewegung.
    .
    ....das schöne an den Zinsen ist, dass es die wirtschaftliche Entwicklung direkt beeinflusst.
    Insofern rechne ich auch nicht mehr mit steigenden Zinsen...
    Die fehlenden Zinserträge bei den Anlegern sind zwar für manche tragisch...insgesamt aber das kleinere Übel...
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  11. #10
    Avatar von Geodesy
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    Wie liest sich diese obere Reihe? Worauf muss ich achten was mit den Zinsen passiert und welche Jahreszahl ist wichtig?

    Was ist passiert eigentlich mit dem Kfw Kredit beim Forward?
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  12. #11

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    Ich verstehe die Frage gerade nicht Geodesy? (Sowohl auf Reihe bezogen, als auch Jahreszahl)

    Und was soll mit einem KFW Kredit passieren?
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  13. #12
    Avatar von Geodesy
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    Würde ich auch nicht verstehen ohne Link ;-))

    http://www.dekabank.de/db/de/produkt...onen/index.jsp

    Fliesst der Kfw mit dort rein oder bleibt der auf dem Stand vom Abschluss?
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  14. #13

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    KFW-Kredite sind ja in der Regel Förderkredite. Der Margenanspruch ist daher zumindest für die KFW nicht gegeben. Man orientiert sich natürlich am Markt aber die Zinsanpassungen erfolgen relativ träge/verzögert und liegen in der Regel deutlich unter dem Zinsniveau der Kundenkonditionen.

    Die normalen Bankkonditionen orientieren sich natürlich ziemlich stark an den Interbankensätzen (hier oben DGZF).

    Schnellkurs Beispiel:
    DGZF 10J heute 1,11 + 0,3 Zinsmarge + 0,1 Risikokosten + 0,2 Verwaltungskosten = 1,76% aktuelle Kundenkondition

    Passt so ungefähr ohne Garantie auf diese Werte.

    Allerdings sind das nur die aktuellen Konditionen und hat nichts mit Forwards zu tun. Dafür links in der Leiste etwas tiefer auf Derivatehandel klicken. Aber da wird es komplexer und die Orientierung für den Laien ist weg.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    ....das schöne an den Zinsen ist, dass es die wirtschaftliche Entwicklung direkt beeinflusst.
    Insofern rechne ich auch nicht mehr mit steigenden Zinsen...
    Die fehlenden Zinserträge bei den Anlegern sind zwar für manche tragisch...insgesamt aber das kleinere Übel...
    So sieht´s aus. Über steigende Zinsen kann man vielleicht in 3-5 Jahren wieder reden, bis dahin wird es auf aktuellem Niveau schwanken. Ein paar Zehntel mehr oder weniger spielen da auch keine Geige. Die Entscheidung war wohl, Wirtschaft schwächen, Staatsfinanzen kippen, oder halt ein paar Sparer "enteignen". Da hat man sich für das kleinere Übel entschieden, denn die Sparer sind ja nicht systemrelevant. Zudem können die sich auch nicht richtig wehren, und in Deutschland sind die Bürger sowieso leidensfähig, denn sie leiden auf hohem Niveau. Folglich war die Entscheidung einfach.
    Nachdem grundlegende Probleme aber nicht angegangen werden, wird sich in den nächsten Jahren auch keine Chance für eine Zinsanhebung ergeben. Den Effekt auf die Sparer kann man für einen begrenzten Zeitraum ignorieren.

    Meine Hoffnung ist, dass in 3-5 Jahren erste Verbesserungen zumindest in Sicht sind, denn sonst könnte sich die Enteignung der Sparer doch mal bemerkbar machen (siehe Renten etc.). Das bedeutet aber nicht, dass die Zinsen dann raketenhaft in den Himmel steigen werden, sondern man wird allein schon aus psychologischen Gründen nur ganz moderat die Zinssätze anheben.

    Ralf Kostolany sagt, in 10 Jahren werden die Zinsen für Häuslebauer im 10 Jahresbereich unter 4% liegen, vermutlich näher bei 3% als bei 4%. Hugh. Ich habe gesprochen.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    So sieht´s aus. Über steigende Zinsen kann man vielleicht in 3-5 Jahren wieder reden, bis dahin wird es auf aktuellem Niveau schwanken. Ein paar Zehntel mehr oder weniger spielen da auch keine Geige. Die Entscheidung war wohl, Wirtschaft schwächen, Staatsfinanzen kippen, oder halt ein paar Sparer "enteignen". Da hat man sich für das kleinere Übel entschieden, denn die Sparer sind ja nicht systemrelevant.
    Es war nicht das kleinere Übel, es ist mE nicht mal ein Übel, es trifft nicht nur ein paar Kleinsparer (die aber recht hart) und man hätte es wissen müssen....denn die Systematik gibts ja nicht erst seit heute....
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