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  1. #1

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    Daumen hoch Hauskauf Bj. 1978

    Hallo,

    ich habe einige Fragen mit denen ich nicht so recht weis wohin.
    Meine Partnerin und ich spielten vor einigen Jahren bereits mit dem
    Gedanken ein neues Haus auf ein vorhandenes Grundstück zu bauen.
    Leider lies sich das zeitlich und finanziell nicht realisieren.

    Nun ist uns vor einigen Wochen eine Anzeige für ein Haus über den Weg gelaufen
    das uns zusagt.

    Viel Platz, kurze Wege zum nächsten Stadtbus, 500 Meter zur Grundschule,
    schöner Baustil mit Atrium und eine Gute Wohngegend (ich bin in der nähe aufgewachsen)

    Auch der Preis sagt uns zu aktuell 248.000 Euro für 240 m² Wohnfläche (laut Marker) und 605 m² Grundstücksfläche. Das Ganze fast komplett auf einer Ebene mit Flachdach.

    Jetzt meine Fragen.

    Auf was muss man bei einem Flachdach achten ? Wurde laut Makler 1995 komplett saniert, wann steht das neu an ? ich habe an der Decke in keinem Raum feuchte Flächen oder schimmlige Stellen entdeckt. Bin aber auch nicht mit einem "Feuchtprüfer" durchgegangen also nur rein Visuell.

    Das Haus ist von 1978 es wurde zwar zwischenzeitlich etwas gemacht aber nicht viel
    nach erster Begehung würde ich sagen:
    - In allen Räumen neue Fliesen / Laminat
    - Decken mit Gipsplatten neu abhängen
    - alle Fenster neu
    - Neue Gaszentralheizung (nur die Heizung) Heizkörper wurden vor 10 Jahren erneuer
    - im Garten müsste eine Stützmauer erstellt werden um die
    Gartenfläche zu maximieren.

    Wir haben vor, wenn der Verkäufer mitspielt den Hauspreis mit
    Kaufnebenkosten (ca 8%) auf etwas um die 200.000 Euro zu drücken.

    300.000 € bekomme ich Problemlos von der Bank. Barreserven im mittleren 5-Stelligen Bereich sind ebenfalls vorhanden. (Sollte es eng werden)

    Was bräuchtet Ihr, um mir zu sagen ob das für 300.000 Euro machbar ist ?
    Wenn sich jemand zur Hilfe bereit erklären würde, würde ich ihm den Grundriss per
    PN zukommen lassen.

    Danke
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  2. Hauskauf Bj. 1978

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ferndiagnose wird hier nix. Such dir einen vor Ort, der sich das Gebäude GENAU anschaut. Er muss eine Schadensaufnahme, eine Zustandsaufnahme, Sanierungsrückstau beziffern und unten rechts eine realistische Zahl hinschreiben, was es kostet die Kiste zu reparieren und auf einen brauchbaren Stand zu hieven. DANN kannst du entscheiden, was zu tun ist.
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  4. #3

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    240 qm? Bungalow auf 605 qm Grundstück Sind diese 240qm mit Keller vielleicht? Oder habt ich noch mal 240qm Keller? Oder ohne Keller.
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  5. #4
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    240 qm mit Keller allerdings Licht Raumhöhe 240 cm und nur Teilunterkellert.
    Das ding ist schon riesig.
    Außenmaße 16,3 m * 13,2 m

    @ Taipan danke für die Antwort, damit hatte ich gerechnet, ist beim Auto ja nicht anders =).
    Wen nimmt man da mit ins Boot ?
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  6. #5

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    nen Sachverständigen für Schäden an Gebäuden, nen in der Sanierung erfahrenen Architekten oder Bauing.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Traumvom Beitrag anzeigen
    Wir haben vor, wenn der Verkäufer mitspielt den Hauspreis mit
    Kaufnebenkosten (ca 8%) auf etwas um die 200.000 Euro zu drücken.
    Wenn der Verkäufer da mitspielt dann würden bei mir alle Alarmglocken läuten. Kein Hausverkäufer reduziert den Preis um 20%, schon gar nicht aktuell wo man fast alles verkaufen kann was irgendwie nach einem Haus aussieht. Selbst bei 10% winken die meisten schon ab, es stehen doch genug Interessenten Schlange. Gibt es keine brauchbare Verkehrswertermittlung?
    Also entweder taugt die Preisgrundlage nichts, oder man wird am Preis nur wenige Prozent verhandeln können. Sollte der Verkäufer wider Erwarten zu größeren Zugeständnissen bereit sein, dann würde ich mich fragen, wo die Leichen versteckt sind.

    d.h. zuerst einmal wäre zu überprüfen ob der aufgerufene Preis realistisch ist. Dazu wäre eine Begehung durch einen Sachverständigen hilfreich. Sollte der Preis realistisch sein, dann wird man diesen durch Verhandlungen nur dann drücken können wenn irgendwas faul ist (etwas das evtl. auch der SV übersehen konnte?).

    Das Ganze fast komplett auf einer Ebene mit Flachdach.
    Das stimmt so nicht ganz. Es ist von 145m2 im EG die Rede, und ein Hinweis, dass es sich um ca. Angaben handelt.
    Hilfreich könnten noch Infos zur Bauweise sein. Das sieht irgendwie nach Betonfertigteilen aus, das kann aber auch täuschen. Deswegen ist es um so wichtiger, dass sich das jemand anschaut der Ahnung von der Sache hat.

    Ein Blick in den Energieausweis wäre auch hilfreich. 160kWh/m2*a sagen noch nicht viel aus.
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  8. #7
    Themenstarter

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    @ R.B. ich nehme an Sie haben das Gebäude gefunden ?

    Ja Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, es macht den Eindruck als könnte man alles Verkaufen.
    Allerdings steht das Haus schon seit einiger Zeit im Internet, ich nehme an die meisten Leute schreckt das innere des Hauses ab, siehe Bilder des Bades usw.

    darf ich Ihnen mal den Grundriss per PN senden ?



    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen

    Das stimmt so nicht ganz. Es ist von 145m2 im EG die Rede, und ein Hinweis, dass es sich um ca. Angaben handelt.
    Hilfreich könnten noch Infos zur Bauweise sein. Das sieht irgendwie nach Betonfertigteilen aus, das kann aber auch täuschen. Deswegen ist es um so wichtiger, dass sich das jemand anschaut der Ahnung von der Sache hat.

    Ein Blick in den Energieausweis wäre auch hilfreich. 160kWh/m2*a sagen noch nicht viel aus.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Traumvom Beitrag anzeigen
    @ R.B. ich nehme an Sie haben das Gebäude gefunden ?
    Aber natürlich. Ohne Details kann man sonst immer nur raten, und das hilft niemanden wirklich weiter.

    Mit Grundrissen kann ich nicht viel anfangen, ich bin kein Architekt, und es gibt Leute die behaupten, mein Blick für Ästhetik wäre irgendwie auch nicht so.......
    Ich kann auch nicht beurteilen ob das Dach wirklich dicht ist, oder ob man das in absehbarer Zeit sanieren muss, oder ob die Arbeiten in Ordnung sind.

    Unterstelle ich mal einen Grundstückswert von um die 60T€, dann möchte der Verkäufer für das Haus noch 190T€. Das kann günstig sein, oder auch viel zu teuer. Ich kann das aus der Ferne nicht beurteilen. Das Haus ist 37 Jahre alt, hat also grob die Hälfte seiner Lebensdauer hinter sich. Wenn man das nun über den dicken Daumen peilt, dann erscheint der Preis zumindest plausibel. Kein Mensch kann aber sagen, was noch an wertmindernden Faktoren mit einzurechnen wäre. Dach, Heizung, Fenster scheinen modernisiert, die Terrasse ebenso. Unterstellt man, dass diese Arbeiten fachgerecht ausgeführt wurden, dann wäre der Modernisierungsaufwand überschaubar.
    Man sollte sich noch die Elektrik anschauen (Risiko gering) und auch die wasserführenden Leitungen. Bei den Trinkwasserleitungen könnte, abhängig vom eingesetzten Material, ein sehr genauer Blick notwendig werden. Wurden CU Leitungen verbaut, dann würde ich mir weniger Gedanken machen, es gab aber zu dieser Zeit auch Kunststoffe die nicht ganz unkritisch waren (Stichwort: Weichmacher, spröde, Klebeverbindungen usw.).
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  10. #9
    Themenstarter

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    Ok, ich entnehme grundsätzlich einen Postiven grundton.

    Mir persönlich gefällt dieser Baustil gut.

    Richtiger weg wäre also, Bausachverständigen mit ins Boot und Haus nochmal ankucken.

    Hat von dieser Seite schon mal jemand was gehört ?

    link entfernt


    Sind die Seriös ? sind 300 € überhaupt realistisch, ich gebe auch gerne mehr aus wenn die Leistung passt.

    Diese Seite scheinen mir nur Vermittler zu sein.
    Geändert von R.B. (08.07.2015 um 14:07 Uhr) Grund: link entfernt
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Traumvom Beitrag anzeigen
    Sind die Seriös ? sind 300 € überhaupt realistisch, ich gebe auch gerne mehr aus wenn die Leistung passt.

    Diese Seite scheinen mir nur Vermittler zu sein.
    Den link habe ich entfernt, denn so eine Diskussion könnte schnell als Werbung betrachtet werden, oder wenn entsprechende Kommentare kommen, gibt´s auch ruckzuck eine Abmahnung.

    Schau einfach mal in Eurer Umgebung was es da an SV gibt. Architektenkammer kann auch weiterhelfen. Wichtig ist, dass vorher genau besprochen wird, was der SV leisten soll. Ein Honorar von 300,- € wäre zu teuer wenn man dafür nur einen Zettel mit "alles wird gut" bekommt. Andererseits kann man für 300,- € keine seriöse Verkehrswertermittlung durchführen, denn allein der Zeitaufwand ist schon höher.
    Vielleicht braucht man aber kein umfangreiches Gutachten, und investiert einen Teil des Geldes lieber in die genauere Untersuchung von Schäden.

    Bsp.: Wenn der SV einen Feuchteschaden entdeckt, dann kann alleine schon die Untersuchung und Ursachenforschung mehr Zeit und Geld verschlingen als eine normale Verkehrswertermittlung. Wenn dann Wände angebohrt, Material untersucht werden muss, dann dauert das seine Zeit und kostet Geld.

    Es ist also wichtig, dass man von vornherein klar kommuniziert was man erwartet und was man bereit ist zu investieren.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Ok danke für die Tipps ich werde es mit meiner Partnerin besprechen.

    Danke =)
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Ich persönlich sehe eher die Kosten bei der Sanierung, wenn man doch irgendwann dämmen will und das Dach neu machen will.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Jan81 Beitrag anzeigen
    Ich persönlich sehe eher die Kosten bei der Sanierung, wenn man doch irgendwann dämmen will und das Dach neu machen will.
    Dämmen wird bei diesem Haus gar nicht so einfach, aber ohne so Details wie den Wandaufbau zu kennen, kann man nur vermuten.
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