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  1. #1

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    BU stellt Nachtrag

    Hallo Community,

    wir haben vom Planer das LV erstellt bekommen. Daraufhin haben wir mit dem BU einen BGB Vertrag abgeschlossen. (Haus+Grund)
    Nun ist es so, dass wir im LV 2 Positionen für Bewehrungsstahl haben:

    Stabstahl 3500 kg zu je 1,43 € (5.005 €)
    Mattenstahl 5500 kg zu je 1,25 € (6875 €) = 11.880 €

    Nun hat der Statiker die Bewehrungspläne und Stahllisten fertig gestellt, die wir dem BU übermittelt haben. Hier ist nun zu entnehmen das der BU folgendes verbauen muss:

    Stahbstahl 7500 kg = (10.725 €)
    Mattenstahl 1000 kg = (1.250 €) = 12.000 €

    Nun meldet er Mehrkosten Aufgrund von Mehrarbeit durch erhöhte Mengen an. Ist dies bei einem BGB Vertrag möglich? Ich dachte ich hab einen Einheitspreis für eine Position?

    Muss ich das ganze schlucken, oder kann ich mich wehren? Könnte ich ihm die Position streichen und die Bewehrungsarbeiten durch einen 3. erstellen lassen?

    Hoffe auf Ratschlag.

    Grüße Steve.
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  2. BU stellt Nachtrag

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von Stevie82 Beitrag anzeigen
    Ich dachte ich hab einen Einheitspreis für eine Position?
    Wenn es ein Einheitspreisvertrag ist, heißt das, dass er die erforderlichen Mengen anhand des dafür vereinbarten Einheitspreises pro kg abrechnen kann.

    Ein Einheitspreisvertrag ist keine Pauschalpreisvereinbarung.

    Wie lautet denn der genaue Vertragstext?
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  4. #3

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    Ich verstehe den TE so, dass mehr als die 12.000 berechnet werden sollen.
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  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von lawrence Beitrag anzeigen
    Ich verstehe den TE so, dass mehr als die 12.000 berechnet werden sollen.
    Hmmm. Also du meinst mehr, als die 22.725 €, die laut Statiker anfallen sollten? Das wäre indes ungewöhnlich.
    @TE: für welche der beiden Positionen meldet er denn Mehrkosten an und in welcher Höhe? Bitte etwas genauer.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen
    Ein Einheitspreisvertrag ist keine Pauschalpreisvereinbarung.
    Und Mehrkosten von nur rd. 1 % bei der Bewehrung sind doch wirklich hervorragend geschätzt!
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  7. #6

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    Genau.
    Oder fordert er Änderung des Einheitspreises? Wäre auch nicht ganz ungewöhnlich.

    Weiter geht es ja auch evtl. um die Ausführungstermine!? Bei einer mehr als 100% igen Mengenüberschreitung nicht ganz selten, dass hier auch versucht wird die Terminschiene zu verändern.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen
    Hmmm. Also du meinst mehr, als die 22.725 €, die laut Statiker anfallen sollten? Das wäre indes ungewöhnlich.
    Lt. Statiker fallen 12.000,- an (vorher 11880,-), der Stahl verteilt sich nur anders.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von RMartin Beitrag anzeigen
    Genau.
    Oder fordert er Änderung des Einheitspreises? .
    So verstehe ich den TE.
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  10. #9
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    Er möchte einen neuen Preis je kg mir unterjubeln. Anstelle der 1,43€ für Stabstahl, möchte er nun einen neuen Preis. Welchen weiß ich noch nicht.Er behauptet er hat nun Mehrkosten von 2.500€ weil er 3 Tage länger benötigt die Bodenplatte zu bewehren.

    Aber ich dachte im BGB Vertrag (Einheitspreisvertrag) mit anschließender Pauschalierung, kann er keinen neuen Preis je Einheit verlangen, wenn die Mengen nun mehr sind.
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  11. #10
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    Also was will der BU: Einen höheren Einheitspreis für den Stabstahl?

    Woher kommt die Mengenverschiebung? vorgeplant Ortbeton und dann Fertigteile?
    Und das nicht vorab geklärt? Denn die Fertigteilwerke verlangen einen höheren kg Preis, den möchte der BU nun zumindest anteilig vergütet haben?
    Denn der AN hatte durch die Fertigteile auch einen Vorteil oder nur der BU?

    Alles ganz normaler Baustellenwahnsinn...äh Alltag...

    Beiträge überschnitten:
    d.h. der Statiker hat bei der Bodenplatte von Matte auf Stab umgestellt, weil dann weniger Masse herauskommt? So mit d=8mm und der BU ist gesäuert?

    Frag den Statiker, was an Mehr kg bei verwenden von Matten herauskäme. Um den Betrag dann feilschen.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Okay, ihr habt recht. Es nur nicht 12.000 €, sondern 11.975 €.

    Mal sehen, was Stevie noch schreibt ...
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  13. #12
    Themenstarter

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    Planer hat vorab einfach mal 9,5 to angenommen. Und es eben wie oben Beschrieben aufgeteilt. In der Statik ist nun aber hauptsächlich Stabstahl herausgekommen.
    Es geht eigentlich nur um die Bodenplatte. Hier ist NUR Stabstahl geplant. Sowas hat er noch nie gesehen. Normalerweise wird immer Mattestahl genommen usw usf.

    Um die Bewehrung der Filigrandecke geht es nicht.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Wortmann Beitrag anzeigen
    Okay, ihr habt recht. Es nur nicht 12.000 €, sondern 11.975 €.

    Mal sehen, was Stevie noch schreibt ...
    Hallo Ralf, siehe Posting #9

    Er möchte eigentlich nur einen neuen Einheitspreis je kg Stahl vereinbaren, weil die Mengen nun mehr sind. Ich bin jedoch der Meinung, dass dies nur bei einem VOB / B Vertrag möglich ist.
    Bei einem BGB Vertrag ist das verlangen eines neuen Einheitspreis bei Mehrmengen nicht möglich.

    Grüße Steve
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von Stevie82 Beitrag anzeigen
    Er möchte einen neuen Preis je kg mir unterjubeln. Anstelle der 1,43€ für Stabstahl, möchte er nun einen neuen Preis. Welchen weiß ich noch nicht.Er behauptet er hat nun Mehrkosten von 2.500€ weil er 3 Tage länger benötigt die Bodenplatte zu bewehren.
    Aber ich dachte im BGB Vertrag (Einheitspreisvertrag) mit anschließender Pauschalierung, kann er keinen neuen Preis je Einheit verlangen, wenn die Mengen nun mehr sind.
    Die VOB/B Reglungen gelten beim BGB-Werkvertrag nicht. Aber denkbar wäre, es, dass dem AN eine Preisanpassung zusteht, wenn ihm nach den Grundsätzen der Störung der Geschäftsgrundlage und nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) ein Festhalten an den vereinbarten Preisen absolut nicht zumutbar sein sollte.

    Ob das der Fall ist und wie groß die Mehrarbeit ist, das können unsere Techniker hier sicher besser beurteilen.

    Du solltest den BU zunächst bitten, seine Kalkulation offen zu legen.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von PeMu Beitrag anzeigen
    d.h. der Statiker hat bei der Bodenplatte von Matte auf Stab umgestellt, weil dann weniger Masse herauskommt? So mit d=8mm und der BU ist gesäuert?
    Frag den Statiker, was an Mehr kg bei verwenden von Matten herauskäme. Um den Betrag dann feilschen.
    Richtig. Stabstahl hat für uns den Vorteil von knapp 700€, da viel mehr Mattenstahl benötigt werden würde. Vom Statiker eigentlich erstmal im Sinne seines Auftraggebers (Ich) gedacht.
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