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  1. #1

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    "Altbau" sanieren, aber erstmal Gedanken sortieren

    Hallo Gemeinde,

    mein Bruder wohnt in einem "Altbau" (EFH, freistehend) aus den Dreißigern. Er gibt im Moment etwa 185 EUR für Gas aus (Hzg & WW) und verbraucht 36.000kWh/Jahr, bei 170qm also etwa 210kWh/qm/a.

    Geheizt wird mit Erdgas. Die Gasheizung ist von Vaillant, ca. 2002/3, Modell habe ich gerade nicht da, aber moduliert immerhin schon. Die Heizkörper sind alle recht neu, ca. die Hälfte wurde mit der Gasheizung erneuert.

    Die Fenster sind mit Doppelverglasung in Holzrahmen (Meranti oder anderes Hartholz), wir testen jetzt mal mit dem Fensterglas Test: http://www.fensterglas-test.de/index_e.html

    Die eindeutigste Schwachstelle ist das Dach. Das, was zwischen Tapete OG-Decke und dem Kalt-Spitzboden liegt kann man eigentlich kaum Dämmung nennen. Die Seiten, d.h. Dachschräge ab Drempel bis OG-Decke: keine Ahnung, müsste man mal aufmachen.

    Die Dachziegel sind "leider" recht neu, Ende der Neunziger neu gemacht, allerdings ohne die Dämmung zu machen.

    Wenn wir jetzt eine Fachberatung organisieren, was können wir schon an Informationen vor-aufbereiten?

    Ich sehe folgende Baustellen:
    - Abwasserverrohrung (andere Geschichte)
    - Elektrik (zum Teil, andere Geschichte)
    - Dach
    - prüfen: was ist an Dämmung in den OG-Schrägen?
    - Wände
    - prüfen: zweischalige Wände, u.U. Perlite einblasen?
    - Fenster
    - prüfen: Fenster-Test, halte ich nicht für die größte Schwachstelle

    Folgende Baustellen sehe ich nicht:
    - Heizung und Heizkörper (neu in 2002/3)
    - Wasserrohre (die meisten neu in 2005, der Rest wird noch halten)

    Fällt Euch noch was ein?

    Hat mal jemand Modellrechnungen zur Hand? Wenn man Dach und Wände macht, reden wir da eher über 20.000, 40.000?

    Gruß, Hendrik
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  2. "Altbau" sanieren, aber erstmal Gedanken sortieren

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Eher ...

    ... 40.000
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  4. #3

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    Zitat Zitat von volkerkugel Beitrag anzeigen
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  5. #4
    Themenstarter

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    Macht man eigentlich so eine Dach-Dämmung von Innen (d.h. Tapete ab, Rigips ab usw.) oder von Außen, d.h. Ziegel ab? Wahrscheinlich von Innen damit man auch die Dampfsperre richtig hin bekommt, oder? Klingt nach fiesem Aufwand, aber kann man ja sicher Zimmer für Zimmer machen, oder?

    Laut dem einen oder anderen "Sanierungsrechner" kann man mit etwa 20% Einsparung rechnen, wenn man das Dach macht, nochmal 20% für die Wände. Haltet ihr das für realistisch?

    Gruß, Hendrik
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  6. #5
    Avatar von Shai Hulud
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    Wenn du fünfmal 20% einsparst, verbrauchst du dann nix mehr?
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  7. #6
    Avatar von Lukas
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    ...und, wenn er 100% einspart hat sich der ganze Aufstand in nichtmal 20 Jahren gerechnet.

    Gruß Lukas
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ja, es ist erstaunlich wie wenig sich solche Aktionen "rechnen". Wenn man -- platt gesagt -- 40.000€ investieren muss um 40% von 185€ zu sparen ... dann kann man damit nicht mal die Zinsen für den 40.000€ Kredit bedienen. Die Belastung steigt also kurzfristig. Langfristig sollte sich das aber ausgehen...

    Energie ist halt noch viel zu billig...

    Jetzt wird erstmal der Gasanbieter gewechselt. Das spart schon mal 330€/Jahr. Mit den 27€/Monat und den 40% von 185 kann man dann schon mehr wuppen :-)

    Gruß, Hendrik
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  9. #8
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Hendrik42 Beitrag anzeigen

    Jetzt wird erstmal der Gasanbieter gewechselt. Das spart schon mal 330€/Jahr. Mit den 27€/Monat und den 40% von 185 kann man dann schon mehr wuppen :-)
    Geil, 33 Jahre, noch ohne Zinsen, dafür auch ohne Energiepreiserhöhungen.

    Gruß Lukas
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  10. #9

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    Tja, aber kaum noch Jemand achtet darauf.
    Die Gutmenschen-Gehirnwäsche zeigt doch langsam Breitenwirkung...
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  11. #10

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    ja, und irgendwann verbrennen wir dann die Zinsenanstelle des Öls, oder wie?

    Immer den Splitter im Auge des anderen, aber nicht den eigenen Balken sehen, gell
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  12. #11

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    Ausserdem haben die Milchmädchenrechnungen nämlich einen Haken:
    Beim sanierten Haus ist ein Wertzuwachs vorhanden, beim angelegten Geld nicht.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Ausserdem haben die Milchmädchenrechnungen nämlich einen Haken:
    Beim sanierten Haus ist ein Wertzuwachs vorhanden, beim angelegten Geld nicht.
    wobei der Wertzuwachs nichts bringt wenn man nicht verkaufen will...
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  14. #13

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    Doch, er bringt genausoviel wie Geld auf dem Sparbuch, das man nicht ausgibt. Eine gewisse finanzielle Rückendeckung.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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  17. #15
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    Jaja, 40.000 aufs Tagesgeldkonto wären 1600 EUR pro Jahr. Damit kann man die Gasrechnung auch fast bezahlen.

    Ich sach ja: Energie ist noch zu billig. Sanieren lohnt nicht. Vor allem, wenn man die Analysen der Makler liest: lieber nicht selbst sanieren, wenn man kurz- oder mittelfristig verkaufen will, da die Investitionen eben über den Verkaufspreis nicht voll honoriert werden.

    Aber thermische Behaglichkeit ist ja auch was wert: also vielleicht zurück zum Thema? Kann man noch etwas vorarbeiten, was die Energieberatung angeht? Irgendwelche Dinge, die man sich bei der Gelegenheit noch anschauen sollte?

    Mir ist da zwischenzeitlich noch eine KWL eingefallen, damit sich das Thema "richtig Lüften" auch mal erledigt. Günstige Variante, also dezentrale Zuluft, zentrale Abluft und fertig.

    Gruß, Hendrik
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