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  1. #1

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    Kann ich mir einen Hauskauf leisten?

    Hallo zusammen,

    meine Freundin und ich wollen mittelfristig in einem eigenen Haus wohnen. Momentan bevorzugen wir den Kauf vor einem Neubau.

    Aktuell stehen wir vor einem Umzug und sind uns nicht sicher, ob es sinnvoller ist zunächst noch einige Jahre zur Miete zu wohnen oder schon jetzt ein Haus zu kaufen. Die Mietalternative hat den Vorteil, dass wir auf diese Weise in der Lage sind unser Eigenkapital zu erhöhen um das Eigenheim später besser finanzieren zu können. Bei einem sofortigen Kauf könnten wir von den zur Zeit niedrigen Darlehenszinsen profitieren.

    Ich möchte die Situation hier gar nicht im Detail schildern und diskuttieren. Viel mehr geht es mir darum, wie ich herausfinden kann, ob sich ein Hauskauf anbietet und an wen wir uns wenden können. Die Verbraucherzentrale bietet ein ca. 1 1/2 stündiges Gespräch für 150 Euro an. Ich denke, dass das sicherlich eine gute Wahl ist. Auf der Seite der Verbraucherzentrale wird erwähnt, dass es hilfreich ist, wenn man zuvor shcon Finanzioerungsangebote von mindestens zwei Banken eingeholt hat.

    Ist dieses Vorgehen sinnvoll?

    1. Informieren, was ein Haus, das man sich vorstellt, in etwa kosten würde
    2. von mindestens zwei Banken ein Finanzierungskonzept für den fiktiven Hauskauf erstellen lassen
    3. die Finanzierungskonzepte mit der Verbraucherzentrale besprechen



    Mich würde auch interessieren, ob dieses Vorgehen sinnvoll ist und wie Leute, die bereits Wohneigentum erworben haben, vorgegangen sind.

    Vielen Dank für eure Tipps!

    Gruß
    LarryLobster
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  2. Kann ich mir einen Hauskauf leisten?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Du solltest zuerst Deine Einkommenssituation und vorhandenes Eigenkapital prüfen. So lange das nicht bekannt ist, kann man kein budget ermitteln, und somit erübrigt sich jeder Gedanke zum Preis für ein eigenes Haus.

    Diese Beratungsleistung kann auch Deine Bank liefern und Dir dann mitteilen, mit welchem budget Du rechnen kannst.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Zitat Zitat von LarryLobster Beitrag anzeigen
    Ist dieses Vorgehen sinnvoll?

    1. Informieren, was ein Haus, das man sich vorstellt, in etwa kosten würde
    2. von mindestens zwei Banken ein Finanzierungskonzept für den fiktiven Hauskauf erstellen lassen
    3. die Finanzierungskonzepte mit der Verbraucherzentrale besprechen
    Mein persönliches Vorgehen würde etwas variieren.

    1. Langfristig gesichertes monatliches Nettoeinkommen ermitteln
    2. Überlegen, wie viel hiervon monatlich maximal zur Bedienung der Kreditschuld aufgewendet werden kann.
    3. Maximales Kreditvolumen ermitteln. Beispiel: 4% Nominalzins (10 Jahre Zinsbindung), 2% Anfangstilgung, maximale monatliche Belastung 1000 EUR, d.h. maximaler Kreditbetrag = 1000 x 12 / (0,04+0,02) = 200TEU (ganz grob).
    4. Maximaler Kaufbetrag = Eigenkapital + maximale Kreditsumme
    5. Schauen, ob die für "Maximaler Kaufbetrag" verfügbaren Hütten infrage kommen.
    6. Wenn' s konkreter wird, Banktermine vereinbaren.


    'ne Verbraucherzentrale brauchts eigentlich nicht. Die Banken teilen Dir schon mit, ob Sie Dein Finanzierungswunsch mittragen.
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  5. #4

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    Finanzierung auf Probe

    1 Schritt Wie könnte ein Traumeigenheim aussehen und was kostet der Spass?

    Einfach mal eine heimische Immobilienmesse besuchen oder bei immoscout oder ähnlichen Anbietern eine Immobilie aussuchen.


    2 Schritt zur Hausbank mit Ausdruck vom Wunschobjekt / Expose

    Thema: Was kann ich mir leisten, Wo möchte ich familiär und beruflich in X Jahren sein, Welche Rate kann ich dauerhaft leisten, Wann möchte ich meine Immobilie abbezahlt haben, Wie ist mein aktueller Sparbuchstand (Eigenkapital), Wie ist meine Kinderplanung, Wie hoch ist die monatliche Belastung/Finanzierungsangebot zum heutigen Zeitpunkt?

    3 Schritt Überprüfung der Kapitaldienstfähigkeit / Haushaltsrechnung

    Wie hoch ist die aktuelle Miete? Differenzbetrag zwischen Miete und Beispielrate der Hausbank (siehe oben) monatlich zur Seite sparen (Tagesgeld, Sparbuch, längere Sparzeit Wohn Riester, etc) und Eigenkapital zur Seite legen

    Faustformel Eigenkapital sollten 20 bis 30 Prozent des Objektwertes sein (je mehr Eigenmittel desto einfacher, kostengünstiger und flexibler sind Sie bei der Beantragung der Kreditmittel) mindestens 10 Prozent sollten für die Nebenkosten, Makler, Notar, Grundbuch etc in jedem Fall vorhanden sein (sonst würde ich eher abraten)

    Die Verbraucherzentrale kann man sich eigentlich für ein erstes "Vorgespräch" sparen, dafür ist die Hausbank mit Ihren ausgebildeten Beratern doch da
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Bankmensch Beitrag anzeigen
    Die Verbraucherzentrale kann man sich eigentlich für ein erstes "Vorgespräch" sparen, dafür ist die Hausbank mit Ihren ausgebildeten Beratern doch da
    Sehe ich auch so. 150,- € nur um ein Angebot zu "prüfen"

    Nicht nur über Banken meckern, sondern deren Leistungen (oftmals kostenfrei) auch nutzen. Gerade die Hausbank wäre für mich der erste Ansprechpartner. Die kennen mich und meine Finanzen am besten, und man merkt im Gespräch schnell in welche Richtung der Zug fährt.
    Ein ehrlicher "Berater" vorausgesetzt, kriegt man auch hilfreiche Infos wo man noch nachbessern könnte (sollte).

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Ohne jetzt eure finanzielle Situation zu kennen würde ich an eurer Stelle eher jetzt kaufen als später! (Natürlich nichts überstürzen!!!)

    Wir haben es (bzw. werden nächste Woche) den Kaufvertrag unterschreiben und bei uns war es eigtl. auch so, dass wir ursprünglich noch ein paar Jährchen warten wollten. Wir haben letztendliche Ende Dezember die Entscheidung getroffen, es doch "recht bald" anzugehen. Habe Anfang Januar dann ganz unverbindlich (noch ohne ernsthafte Kaufabsichten) bei Immobilienscout24 reingeschaut und innerhalb von 5 Minuten unsere Traumwohnung gefunden (kein Witz!) Wir haben witzigerweise schon vor längerer Zeit gesagt, dass wir genau dort wohnen wollen. Die Preise sind auch recht günstig und es liegt perfekt zentral. Dann hatte ich ne Rechengrundlage und habe festgestellt: Wir können es uns leisten. Also Termine gemacht und jetzt ist das ganze tatsächlich innerhalb von 3 Wochen abschlussreif

    Wir haben auch nur relativ wenig Eigenkapital (ca 13%) allerdings wurde das aufgrund unseres recht jungen Alters (beide 28,5) durchgehend recht positiv aufgenommen. Du mußt bedenken, dass ihr in ein paar Jahren vielleicht 20.000 EUR (oder was auch immer) mehr angespart habt. Wenn die Zinsen nur um 1 % steigen, dann zahlt ihr hintenraus trotzdem mehr. (Vorsicht ist nur mal so dahergesagt, also Milchmädchenrechnung, aber ich hoffe die Message is klar )

    Mein Rat wäre: z.B. bei Immobilienscout24.de informieren, was für euch in Frage kommt und wieviel es etwa kostet und dann selber mal rechnen ob es realistisch ist. Faustformel aus einem WISO Immobilienbuch:

    (Finanzielle Belastbarkeit x 12 Monate x 100) / (Zinssatz+ Tilgungssatz (in Projent)

    also z.B:

    Ihr könntet auch 1000 EUR im Monat leisten:

    1000 x 12 x 100 = 1.200.000
    -----------------------------
    4,5 + 1,5 = 6

    1.200.000 / 6 = 200.000 EUR

    Wären 200.000, die Ihr euch leisten könntet wenn ihr 1,5 Tilgungsrate bei 4,5 % Zinsen bekommen würdet (Denke mal, dass sind einigermaßen realistische Werte) Sind Richtwerte, aber liefert einen Anhaltspunkt denke ich.

    Viel Spaß mit den Kopfschmerzen + schlaflose Nächte in nächster Zeit

    Ich empfehle euch ein Buch zu dem Thema zu kaufen, das ist billiger als 150 EUR und ich denke es reicht aus um zu wissen, worauf man achten muss (sooooooooooo kompliziert ist das ganze in den meisten Fällen gar nicht)
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  8. #7

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    Mein Weg war:

    Erstmal ein Zahlengefühl für ein Eigenheim bekommen.

    Wie viel geht monatlich ? Was bekomme ich dafür ? Was kosten die Objekte, die mich interessieren ? Was muss ich in eine Gebrauchtimmobilie noch rein stecken ? Wie viel kann ich monatlich für Instandsetzung zurück legen ?
    Wie viel EK möchte ich nach dem Kauf noch auf dem Konto haben ?

    Das ergibt ein großes Zahlengebilde, welches von Objekt zu Objekt ja auch noch variiert.

    Mach dich erstmal mit dem Thema generell vertraut.

    Da gibt es gute Rechner im Netz und auch viele Informationen über die verschiedenen Möglichkeiten der Immo-Finanzierung und deren Ablauf.

    Wenn du dich ein wenig sicherer fühlst auf diesem Gebiet, dann zur Hausbank und einfach mal ein Objekt durchrechnen lassen. Dann hast du schon mal die erste reale Zahl - und kannst die verschiedenen Angebote im Netz besser einordnen.

    Aber bloß nichts übereilen - so was will gut überlegt sein.

    Gruß
    Mic
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  9. #8
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    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die überragende Resonanz. Ich bin völlig begeistert und habe eure Beiträge und Tipps sehr interessiert gelesen.

    Ich möchte daher erstmal ermitteln, was ein Haus maximal kosten darf. Dabei stoße ich allerdings gleich auf ein Problem:
    Meine Freundin und ich (beide 28 Jahre alt) sind momentan berufstätig. Sie ist Lehrerin (verbeamtet) und ich bin Software-Entwickler (Angestellter). Wir planen in den nächsten Jahren neben der Hochzeit auch Kinder. Dann wird meine Freundin voraussichtlich in Elternzeit gehen. Mit der Geburt des Kindes sinkt natürlich unser Einkommen.

    Sollte ich mich bei der Berechnung an dem niedrigen Einkommen in dieser Zeit orientieren. Gibt es da auch irgendwie Faustformeln inwiefern das Einkommen in dieser Zeit sinkt?

    Dadurch, dass meine Freundin verbeamtet ist, sind wir natürlich in einer komfortalen Situation, sollte ich z.B. mal arbeitslos werden, könnte ich statt meiner Freundin in Elternzeit gehen.
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  10. #9

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    Hi,

    also Elternzeit heißt ja auch Elterngeld

    Glaube das sind ~67% des Vorjahresgehalts (lieber mal kontrollieren) Die Frage is nur, ob sie/du danach evtl. nur halbtags arbeiten wollt/könnt. Dann solltet ihr eher vorsichtig kalkulieren. Ihr bekommt zwar Kindergeld und 300 EUR extra im Jahr Riesterförderung (300 EUR pro Kind) Allerdings macht das den Kohl ja auch nicht fett.

    Zusätzlich zahlt ihr auch etwas weniger Steuern mit Kind, allerdings kostet das Kind ja auch Geld. (und nicht wenig hab ich mir sagen lassen )

    Mein Rat wäre:
    Überlegt euch GENAU wie ihr das macht, wenn ihr mal Kind(er) habt. Wollt ihr beide schnell wieder Vollzeit arbeiten oder will einer von euch solange Teilzeit arbeiten, bis das Kind in den Kindergarten oder die Schule kommt?

    Großartige Gehaltssteigerungen würde ich nicht einrechnen. Es ist zwar mehr oder minder wahrscheinlich, dass du in der nächsten zeit (innerhalb der nächsten 5 Jahre) nochmal relativ überdurchschnittlich mehr Gehalt bekommst, da du ja mit 28 (wie ich) noch relativ am Anfang deiner Laufbahn stehst. Aber freut euch lieber auf das "mehr" Geld und kalkuliert es nicht ein.

    Schreib doch mal für dich auf, was ihr für Ausgaben im Monat habt, habe ich auch gemacht. Und wirklich ALLES: Versicherungen auf die monatlichen Kosten umlegen, GEZ, Zeitschriftenabos, Kinobesuche, Einzahlungen in Riesterrente usw. einrechnen. Dann weißt du wie eure Ausgaben sind und kannst das vielleicht besser einschätzen.

    Mich würde noch interessieren, wie hoch euer monatliches Nettoeinkommen zusammen ist. Ich denke mal als Beamtin und Software Entwickler ist es sicherlich nicht wenig, von daher denke ich schon, dass ihr da etwas Spielraum habt.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Ayindi Beitrag anzeigen
    Ihr bekommt zwar Kindergeld.....
    .....Zusätzlich zahlt ihr auch etwas weniger Steuern mit Kind

    "Entweder/oder" statt "und", wenn ich mich nicht irre, d.h. Kindergeld oder Kinderfreibetrag, halt was "besser" ist.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von Ayindi Beitrag anzeigen
    Hi,

    also Elternzeit heißt ja auch Elterngeld

    Glaube das sind ~67% des Vorjahresgehalts (lieber mal kontrollieren) Die Frage is nur, ob sie/du danach evtl. nur halbtags arbeiten wollt/könnt. Dann solltet ihr eher vorsichtig kalkulieren. Ihr bekommt zwar Kindergeld und 300 EUR extra im Jahr Riesterförderung (300 EUR pro Kind) Allerdings macht das den Kohl ja auch nicht fett.

    Zusätzlich zahlt ihr auch etwas weniger Steuern mit Kind, allerdings kostet das Kind ja auch Geld. (und nicht wenig hab ich mir sagen lassen )

    Mein Rat wäre:
    Überlegt euch GENAU wie ihr das macht, wenn ihr mal Kind(er) habt. Wollt ihr beide schnell wieder Vollzeit arbeiten oder will einer von euch solange Teilzeit arbeiten, bis das Kind in den Kindergarten oder die Schule kommt?
    Genauso ist es geplant: Meine Freundin möchte nach der Elternzeit möglichst wieder Teilzeit (50%) arbeiten. Allerdings würden wir es bevorzugen, wenn sie erst wieder arbeitet, wenn das Kind ca. 3 oder 4 ist. Demnach würde ich mal lieber mit ca. 30% ihres aktuellen Gehalts rechnen.


    Zitat Zitat von Ayindi Beitrag anzeigen
    Großartige Gehaltssteigerungen würde ich nicht einrechnen. Es ist zwar mehr oder minder wahrscheinlich, dass du in der nächsten zeit (innerhalb der nächsten 5 Jahre) nochmal relativ überdurchschnittlich mehr Gehalt bekommst, da du ja mit 28 (wie ich) noch relativ am Anfang deiner Laufbahn stehst. Aber freut euch lieber auf das "mehr" Geld und kalkuliert es nicht ein.

    Schreib doch mal für dich auf, was ihr für Ausgaben im Monat habt, habe ich auch gemacht. Und wirklich ALLES: Versicherungen auf die monatlichen Kosten umlegen, GEZ, Zeitschriftenabos, Kinobesuche, Einzahlungen in Riesterrente usw. einrechnen. Dann weißt du wie eure Ausgaben sind und kannst das vielleicht besser einschätzen.
    Ich führe sehr detailliert ein Haushaltsbuch, allerdings bisher nur für meine Finanzen, meiner Freundin ist das zu aufwändig.

    Zitat Zitat von Ayindi Beitrag anzeigen
    Mich würde noch interessieren, wie hoch euer monatliches Nettoeinkommen zusammen ist. Ich denke mal als Beamtin und Software Entwickler ist es sicherlich nicht wenig, von daher denke ich schon, dass ihr da etwas Spielraum habt.
    Wir haben insgesamt ein Nettoeinkommen von ca. 4.000 Euro, das sich gleichmäßig aufteilt.

    Wenn ich jetzt (ohne Bezüge durch Kinder) mal mit 100% meines Gehalts rechne und mit 30% von meiner Freundin kommen wir (wenn wir verheiratet sind (Steuerklasse III und V)) auf ca. 2.900 Euro netto.

    Die Ausgaben (ohne Kaltmiete) betragen zur Zeit ca. 2.400 Euro.
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  13. #12

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    Dann wäre eine Finanzierung momentan wohl möglich, aber schwierig, wenn Deine Freundin aufhört zu arbeiten. Die 66% Elterngeld gibt's ja nur maximal 14 Monate lang. Mit 30 % ihres Gehalts zu rechnen, wenn sie bis zum Kindergartenalter zu Hause bleibt, ist unrealistisch, und das Kindergeld werden Ihr wohl kaum für die Darlehensraten verwenden können.

    Ich würde mich davon jetzt nicht ins Bockshorn jagen lassen - bis das Kind auf der Welt ist, kann sich viel ändern. Allerdings würde ich mir, falls Ihr jetzt schon kaufen wollt, auch schon jetzt überlegen, ob Ihr für ein Haus auch bereit wärt, Euer Kind schon vor dem 3. Lebensjahr zeitweise fremdbetreuen zu lasen (falls das in Deiner Ecke überhaupt möglich ist). Oder Ihr müsstet die Finanzierung geschickt so anlegen, dass in der Zeit, wo Deine Frau fast nichts verdient, die Raten entsprechend niedriger sind - könnte aber schwierig sein, weil es sich nun mal nicht planen lässt.
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  14. #13

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    Guten Morgen,

    also 2.400 EUR Ausgaben ohne Miete erscheint mir recht hoch. Ich habe für meine Freundin und mich monatliche Ausgaben von 1.400 bis 1.600 EUR ausgerechnet (Ohne Miete und Nebenkosten, aber sonst ist alles drin - z.B. auch Rücklagen für Reparaturen am Auto usw.)

    Du könntest auch ausrechnen, wieviel sich etwa einsparen lassen könnte. Bedenke auch, dass ihr eure Zahlungen wie Riesterrente, private Rentenversicherung, Bausparverträge, Fondssparpläne usw. deutlich reduzieren/einstellen könnt wenn ihr euer Haus abbezahlt. Wir werden solche "Sparausgaben" deutlich reduzieren von daher bleibt dann auch noch einmal deutlich mehr im Monat übrig was man in die Tilgung buttern könnte. (Ihr solltet aber schon in der Lage sein monatlich etwas Geld zur Seite zu legen für unvorhergesehen Ausgaben wenn z.B. die Waschmaschine den Geist aufgibt )

    Eigene Immobilie ist schließlich auch eine sehr gute Altersvorsorge. Und wenn wir planmäßig abbezahlt haben, dann haben wir noch 20 Jahre um Geld für die Rente anzuhäufen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Also: Ich denke wir müssen doch erstmal einen Schritt zurück rudern. Ich habe nochmal mit meiner Freundin gesprochen: Sie kann eigentlich gar nicht so genau beziffern, wie hoch ihre Ausgaben bzw. ihre Erparnis im Monat ist.

    Natürlich kann man alle Kosten über das Jahr verteilt aufschreiben, aber so Dinge wie Kleidung, Geschenke,... zu beziffern ist wirklich schwer. Mir fällt das sehr leicht, da ich wie gesat ein Haushaltsbuch führe. Demnach spare ich ohne Miete und Betriebs-/Nebenkosten rund 800 Euro im Monat. Da kann ich nun aber mal Kosten wie Urlaub rausrechnen, da die sicherlich nicht in der Phase, in der meine Freundin zu Hause bleibt anfallen werden.

    Problematischer ist es bei meiner Freundin, wir wollen uns kommendes Wochenende mal zusammensetzen und ihre Finanzen auseinander nehmen. Vorher macht es sicherlich keinen Sinn zur Verbraucherzentrale, Bank oder sonstwo hinzugehen.

    Mir scheinen die 2.400 Euro (bzw. 2.200 ohne Betriebs-/Nebenkosten) auch als zu hoch, da wir eigentlich nicht wirklich auf großem Fuß leben. Wir werden unsere Kosten nochmal genauer auseinander nehmen und dann weiter sehen, denn wenn die Grundlage (Wie viel Geld steht mir im Monat zur Verfügung?) nicht korrekt ist, kann man noch so viele Finanzierungspläne durchrechnen: Sie sind alle falsch.
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  17. #15

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    Weise Entscheidung.
    Zuerst einen Überblick verschaffen, dann planen.
    Das erspart später Enttäuschungen oder gar Schlimmeres.

    Gruß
    Ralf
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