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Trotz/Wegen Wärmepumpe ENEV Anforderungen nicht erfüllt?

Diskutiere Trotz/Wegen Wärmepumpe ENEV Anforderungen nicht erfüllt? im Forum EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Trotz/Wegen Wärmepumpe ENEV Anforderungen nicht erfüllt?

    Guten Tag,

    ich bin in der Grobplanung für unser EFH (822m3). Mit dem Demoprogramm Energieberater Plus und einer aktuellen Vergleichsvorlage habe ich meine gewünschte Heizart durchgerechnet.

    Bei der erfassten Vorlage mit Biomasse/Stückholzheizung inkl. Solarthermie komme ich auf einen Qp von 21,95 bei Ht 0,26. (Die Vorlage stammt von einem aktuellen Projekt)

    Ändere ich nun die Heizart auf Sole/Wärmepumpe, erhalte ich ein Qp von 72,90 bei unverändertem Ht.

    Nun meine Frage:

    Ist es richtig, dass der Wert so stark steigt, sodass ich noch nicht mal ENEV Niveau, geschweige denn KFW 70 oder 55 erreiche?

    Wenn ich wiederum eine geplante PV Anlage erfasse, dann erreiche ich zumindest wieder einen Qp von 32,81.


    Aus viel gelesenen Beiträgen weiß ich, dass ich zum Experten muss. Ich hoffe mir kann trotzdem vorab jemand die Tendenz meiner Berechnung bestätigen.

    Aktuell kann ich noch keinen Experten aufsuchen, da der Grundstückskauf mit Rücktrittsrecht besteht, und erst nach Bebauungsplanänderung rechtsgültig ist.

    Vielen Dank

    Christian
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  2. Trotz/Wegen Wärmepumpe ENEV Anforderungen nicht erfüllt?

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  3. #2
    Avatar von fmw6502
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    Zitat Zitat von GAMMA83 Beitrag anzeigen
    Bei der erfassten Vorlage mit Biomasse/Stückholzheizung inkl. Solarthermie komme ich auf einen Qp von 21,95 bei Ht 0,26. (Die Vorlage stammt von einem aktuellen Projekt)

    Ändere ich nun die Heizart auf Sole/Wärmepumpe, erhalte ich ein Qp von 72,90 bei unverändertem Ht.
    die Holzheizung hat einen Primärenergiefaktor von 0,2; die WP von 2,6 / WP-Wirkungsgrad

    Aus dem Kopf gerechnet: mit einem WP-Wirkungsgrad von etwa 3,5 lassen sich so die Zahlen erklären

    Wenn Du die PV einrechnen willst, muß sie immer die elektrische Energie für die WP liefern können - diese Voraussetzung erfüllt eine normal große Anlage im Winter nicht.

    Gruß
    Frank Martin
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  4. #3
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    Hallo,

    Vielen Dank für die Antwort.

    Das heißt also, da ich ohne PV die ENEV Neubau nicht erfülle, kann ich so nicht bauen/planen?

    Photovoltaik möchte ich eigentlich erst später. Was wäre eine Lösung um mit Wärmepumpe zu heizen?

    Dämmung ist schon Kosten/Nutzenmäßig am Limit, zumal das die Primärenergie ja nur gering reduziert.

    Nochmals vielen Dank.

    mfg Christian

    PS Muss ja noch andere geben die "nur" mit Wärmepumpe heizen und die ENEV erfüllen.
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  5. #4
    Avatar von fmw6502
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    was sind die entsprechende Ergebnisse für Ht und Qp mit den jeweiligen U-Werten des Referenzgebäudes?

    Wenn Deine Bauweise kleinere oder gleiche Werte ergibt, bist Du im grünen Bereich.

    Achtung: selbst Profis verheddern sich leicht bei der EnEV-SW...

    Gruß
    Frank Martin
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  6. #5
    Themenstarter

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    Referenzgebäude liegt bei Ht 0,40 Qp 55,43 ; somit liege ich ohne PV 32% darüber.

    Es liegt aber anscheinend an der Software/dem Bediener der SW. Habe fast 3200 kwh Hilfsenergie. Der "Brennstoffbedarf" liegt ebenfalls noch bei 3900 kwh.

    Ich schau mir das ganze morgen nochmal genauer an.

    mfg Christian
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  7. #6
    Avatar von fmw6502
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    wird ganz sicher ein Rechen- oder Bedienungsfehler sein

    zB unser Haus von 2008 erfüllt mit guter Dämmung, sehr guter WP und KWL ohne Solarthermik und ohne angerechneter PV noch den KfW-55 Std der EnEV 2009 also 45% unter erlaubtem Qp und 30% unter Ht

    Gruß
    Frank Martin
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  8. #7

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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    Wenn Du die PV einrechnen willst, muß sie immer die elektrische Energie für die WP liefern können - diese Voraussetzung erfüllt eine normal große Anlage im Winter nicht.
    ...das ist m.E. nicht richtig. Ich darf die PV auch dann einrechnen, wenn sie die Wärmepumpe nicht das ganze Jahr über mit Strom versorgen kann. Dann halt nur anteilig. Und zwar darf nur die Strommenge angerechnet werden, die unmittelbar verbraucht wird.
    meine Software (rowa) fragt den projektierten Jahresertrag der PV-Anlage ab und verteilt diese dann (so hab ich's verstanden) auf's Jahr, mit durchschnittlichen Tages/Monatswerten. Und der so verteilte Ertrag wird den Monatswerten des Energiebedarfs gegenübergestellt. Und nur derjenige Solarertrag, der im jeweiligen Monat auch direkt über die WP verbraucht wird (+Hilfsenergien), wird auch angerechnet. Es macht im Ergebnis der Berechnung schon einen großen Unterschied, ob ich 2000 oder 10000 kWh PV-Jahresertrag habe...

    Jetzt mal allgemein: Erfahrungsgemäß kann bei ordentlichem Wärmeschutz die EnEV-Anforderung mit einer WP leicht eingehalten werden...
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  10. #8
    Avatar von fmw6502
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    ja, Du hast Recht.

    PV zum Drücken des Qp hat so ziemlich das bescheidenste Kostennutzenverhältnis und wird bei gut geplanten Häusern nicht benötigt.
    Aus eigener Erfahrung: der reale Deckungsgrad (Leistung steht im Moment des Bedarfs zur Verfügung) des WP-Strombedarfs durch eine PV ist recht gering - ganz sicher geringer als die Zahlen gem. EnEV vermuten lassen.

    Gruß
    Frank Martin
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  11. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von fmw6502 Beitrag anzeigen
    wird ganz sicher ein Rechen- oder Bedienungsfehler sein
    Ich habe es mir fast gedacht. Leider bin ich noch nicht zu einem neuen Anlauf gekommen. Derzeit gibt es aber auch erstmal ein anderes Problem.

    Vielen Dank euch allen.

    Gruß Christian
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